Mit Roland Neuwirth und seinen Extremschrammeln ist am 13. März eine der wohl führenden Formationen der Wienerliedszene im Wiener Metropol zu Gast. Kaum eine andere Gruppe hat in den vergangenen Jahrzehnten der Szene so sehr den Stempel aufgedrückt, wie es diese Musikervereinigung getan hat. Im aktuellen Programm stehen genauso traditionelle Gstanzln wie auch neuere Kompositionen.
Schon seit dem beginn seiner inzwischen langen andauernden Karriere war Roland Neuwirth einer der treibenden Kräfte, wenn es darum ging, das Wienerlied in seinem Stil weiterzuentwickeln. Anfang der 70er entdeckte er die Schrammelmusik für sich und somit auch das Wienerlied. Wie kaum ein anderer versteht es der Musiker Schrammelklänge, Bluesharmonien, moderne Rhythmen und die Wiener Sprachmelodie zu einem Ganzen zu verschmelzen. Gemeinsam mit seiner Band, den Extremschrammeln, ist er maßgeblich für den heutigen Sound des gesamten Genres verantwortlich und hat sich damit quasi auch außerhalb der heimischen Grenzen als einer der Botschafter der Wiener Musik verdient gemacht.
Vor gut 25 Jahren rief der Musiker die Extremschrammeln ins Leben und trug damit maßgeblich zur musikalischen und textlichen Neubelebung des Wienerlieds bei. Seit den Anfängen schon ist das Projekt von der Vision einer zeitgemäßen Weiterentwicklung des Wienerlieds getragen. Die Musik folgt in ihrem Auftreten den Ur-Schrammeln (die Besetzung der Gruppe: zwei Geigen, Kontragitarre, Knöpferlharmonika, Überstimme), bedient sich aber hemmungslos neuer Einflüsse – ein wenig Blues, etwas Rock ´n´ Roll und eine Prise Jazz.
Als echter Anhänger des Wienerlieds sollte man sich die Gelegenheit, einen der wichtigsten und zugleich bedeutendsten Vertreter dieser auf der Bühne zu sehen, nicht entgehen lassen.(mt)
