Ganz im Zeichen der Schaffens des österreichischen Musikers und Komponisten Hannes Löschel steht der Konzertabend im Wiener Radiokulturhaus am 14. April. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die unterschiedlichen musikalischen Ansätze des enorm vielseitigen Pianisten, welche in den an diesem Abend zur Aufführung gebrachten Stücken ihren Ausdruck finden.
Ohne Zweifel zählt Hannes Löschel zu den eher fleißigeren Musikern des Landes. Nur wenige seiner KollegInnen sind in so vielen Projekten beschäftigt, wie es der Pianist und Komponist ist. Unbestritten sind auch Hannes Löschels musikalische Virtuosität sowie sein enormes Musikverständnis. Die Musik des Pianisten mit einem Begriff kurz und bündig zu beschreiben, fällt schwer. Stilistisch zeigt sich der Musiker zu allen Seiten hin offen: zeitgenössische Avantgarde und Jazz gehören genauso zum breiten Repertoire von Hannes Löschel wie Rock, Live-Elektronik oder Improvisations-Experimente jenseits der Kategorien.
Hannes Löschels Ausbildung begann zunächst ganz “klassisch”; an der Hochschule für Musik in Wien kam der Kontakt mit zeitgenössischer Musik. In der Folge arbeitete er vorerst in diversen Ensembles als Interpret zeitgenössischer Musik, bevor er sich immer mehr der improvisierten Musik zuwandte. 1995 schließlich gründete er das inzwischen über die heimischen Grenzen bekannte österreichische Trio Löschel/Skrepek/Zrost, welches mit seiner ersten CD While You Wait 1997 sogleich auch den Hans Koller Preis für Jazz- und improvisierte Musik erhielt. Von da an war Hannes Löschel in zahlreichen Projekten sowohl als Musiker, wie auch als Komponist tätig.
Ausgangspunkt des anstehenden Porträtabends sind zwei Kompositionen, die in den vergangenen Jahren von den Bregenzer Festspielen beauftragt wurden. Zum einen handelt es sich um das im Jahr 2006 entstandene Werk „Spin“ für Streicher-Ensemble, Live-Elektronik und Klavier, sowie um das Stück „Flug“, das eine Überarbeitung von Materialien aus der Produktion “Paradise Lost – Exit Eden” für Musik und Tanz aus dem Jahre 2008 darstellt. Unterstützt wird der Pianist im Rahmen dieses Konzertes von Josef Novotny sowie dem Ensemble PHACE | CONTEMPORARY MUSIC.(mt)
Hannes Löschel