
Und das Ergebnis kann sich hören lassen: Räudige, hingerotzte Melodien, die Liebe, Tod und Teufel in ihre Schranken weisen. Da weht eine Brise Mexiko über die Felder der Wiener Vorstadt und man wird an eine Zeit erinnert, in der trunksüchtige Männer um ihre Frauen geschossen, geschlagen und gespielt haben. Der Wilde Westen beginnt also im räudigen Osten. Genauer gesagt im fünften Wiener Gemeindebezirk, denn da steht der Proberaum des Septetts.
Die für ihre exzessiven Liveshows und ihre Gitarre spielende Zotenschleuder Herbert Zgubic, der im wirklichen Leben nicht umsonst in der Werbebranche sein Brot verdient, bekannte Truppe hat ihre EP als bandinternen Songwritercontest gestartet. Der eigentliche Grund dafür war, dass am letzten Album „How We Lost Our Way“ kein Titeltrack vorhanden war, und so regte Gitarrist und Namensgeber der Band Stefan Wolfinger als kleine Fingerübung an, ein paar Titeltracks zu schreiben.

Als Anleihe an die LP zeigt das EP-Cover einen Ausschnitt aus dem LP-Cover wie etwa die Hochspannungsleitungen oder die Trails. Nettes Detail am Rande sind die beinhalteten Sticker, mit denen sich das Artwork der EP individuell gestalten lässt. Das ausschweifende Klangspektrum der Band lehrt sowohl den klassischen Country-Afficinados als auch Nashville das Fürchten: Hier tanzt der Walzer gepaart mit mexikanischen Todesmarsch den Apocalypso.(me)