
Österreich dürfte für SongwriterInnen, führt man sich die zum Teil außergewöhnlichen und in ihrer Qualität hoch angesiedelten Veröffentlichungen der vergangenen Jahre vor Augen, aus irgendwelchen Gründen ein hervorragender Boden sein. Einer dieser hochtalentierten jungen Liedermacher ist der Niederösterreicher Matthias Frey, der als Sweet Sweet Moon vor knapp mehr als einem Jahr mit seinem Erstlingswerk „Pompidou“ ordentlich viel Staub aufwirbeln konnte.
Insgesamt mag es der 1988 in Hollabrunn geborene Matthias Frey eher ruhig, richtig laut wird er in seinen sehr gefühlvollen Songs eigentlich nie. Alleine mit der Gitarre, einer Violine und einer markanten Stimme ausgestattet macht sich der Niederösterreicher daran, die Welt der verträumten, leicht melancholisch angehauchten Akustiklieder zu erkunden, wobei er glücklicherweise sehr unaufdringlich und ohne viel Pathos an die Sache herangeht und dadurch auch nie Gefahr läuft, sich in den Untiefen des Mainstream-Pops zu verlieren.
Was den jungen Liedermacher besonders auszeichnet, ist sein ausgeprägtes Gespür fürs spannendes Songwriting und durchdachte Arrangements. Er weiß ganz genau, wie er was zu welcher Zeit in Szene zu setzen hat, wie er Stimmungen erzeugen kann. Überhaupt ist Matthias Freys musikalische Sprache ist eine sehr individuelle, eine, die fast hypnotisch wirkt und die HörerInnen mit wunderschön atmosphärischen, melancholischen Spannungsbögen fesselt.
Sweet Sweet Moon ist mit ein weiteres Beispiel dafür, dass auch hierzulande talentierte und viel versprechende Musiker/Innen mit einem enormen Potential am Werken sind, die es verstehen, hervorragende Songs zu schreiben und ihr Publikum zu begeistern wissen. (mt)
Foto Sweet Sweet Moon: Christian Pitschl