Die POPFEST WIEN SESSIONS, ein zweitägiges Diskussionsprogramm im Rahmen des Popfest Wien 2026, widmen sich den Rahmenbedingungen des aktuellen Popschaffens.
Das Popfest bietet in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Musikinformationszentrum mica – music austria seinen Besuchern alljährlich ein Forum, um Aspekte des Musiklebens zu beleuchten. Am Freitag den 24. Juli und am Samstag den 25. Juli 2026 finden die Popfest Sessions bei freiem Eintritt im Wien Museum statt.
Diskursiv und konstruktiv-kritisch sollen auch die wirtschaftlichen Bedingungen mit denen Musikschaffende zu kämpfen haben in den Popfest Sessions beleuchtet werden. Vertreter:innen der österreichischen und internationalen Musikindustrie, Musikjournalist:innen und –Kritiker:innen, Veranstalter:innen und Musikschaffende thematisieren die ästhetischen Dimensionen, die wirtschaftlichen Potenziale und Risiken einer sich rasant wandelnden Branche in Diskussionsrunden und Gesprächen.
Alle Talks, Touren und Workshops sind frei zugänglich.
Popfest Wien 2025 >> Sessions PROGRAMM
Freitag, 24. Juli
13:00 Tour: Popkultour – Wien 1945 – Heute
Tourguide: Geri Hollerer
Treffpunkt: Stephansplatz
Anmeldung unter popkultour@popfest.at
Keine Genrebezeichnung ist so umstritten wie jene des Austropop. Schließlich hat man über Jahrzehnte sämtliche Musik aus Österreich in einen Topf geschmissen: Folk, Disco, New Wave, Rock… Nicht der Sound und die Ästhetik, sondern die Geografie wurde als gemeinsamer Nenner zur Definition des Genres herangezogen. Musik-Nerd, Plattensammler, Hobby-Musikhistoriker und staatlich geprüfter Stadtführer Geri Hollerer hat sich auf die Spurensuche durch die Wiener Innenstadt begeben, um herauszufinden was Austropop ist und wie, wann und wo er entstanden ist. Daraus ist diese Walking Tour entstanden. Sie spannt einen weiten Bogen vom Jazz der 1940er und 50er-Jahre über lokale Dialekt-Literatur bis hin zur Imitation von Pop-Vorbildern aus England und den USA in den 1960er Jahren. Aus der Verschmelzung dieser Einflüsse konnte sich in den 1970er Jahren schließlich eine eigenständige lokale Musikszene entwickeln, die Generationen von Musiker:innen bis in die Gegenwart beeinflusst und/oder inspiriert hat.
Wien Museum
16:00 Talk: Von der Glockn zum Hofa
Marianne Mendt & Joesi Prokopetz
im Gespräch mit Robert Rotifer
Die Frage, wo der historische Ursprung einer erkennbar österreichischen Popmusik liegt, bleibt umstritten: Die einen sagen, es war Wolfgang Ambros’ „Da Hofa“ im Jahre 1971, die anderen sehen den Urknall schon ein Jahre zuvor in der „Glock’n“ von Marianna Mendt. Was die einen wiederum behaupten lässt, Mendts Hit sei ein Big Band-Schlager und keine Rock n’Roll-Musik gewesen. Wogegen die anderen wiederum kontern… Fest steht, in jenen Jahren 1970-71 tat sich – ziemlich verspätet im internationalen Vergleich – etwas Grundlegendes im musikalischen Selbstverständnis dieses Landes. Ein Ausbrechen aus dem Nachkriegsmief, der Durchbruch der Popkultur im spießig feindlichen Territorium Österreich.
Popfest-Co-Begründer und Musikjournalist Robert Rotifer wird mit zwei entscheidenden Größen jener Zeit, nämlich Joesi Prokopetz, dem damals 19-jährigen Texter des „Hofa“, und Marianne Mendt persönlich darüber reden, wie sich diese Geschichte damals wirklich abspielte. Egal, wer den Austropop nun „erfunden“ hat.
Samstag, 25. Juli
14:00 Tour: Popkultour – Wien 1945 – Heute
Tourguide: Geri Hollerer
Treffpunkt: Stephansplatz
Anmeldung unter popkultour@popfest.at
Keine Genrebezeichnung ist so umstritten wie jene des Austropop. Schließlich hat man über Jahrzehnte sämtliche Musik aus Österreich in einen Topf geschmissen: Folk, Disco, New Wave, Rock… Nicht der Sound und die Ästhetik, sondern die Geografie wurde als gemeinsamer Nenner zur Definition des Genres herangezogen. Musik-Nerd, Plattensammler, Hobby-Musikhistoriker und staatlich geprüfter Stadtführer Geri Hollerer hat sich auf die Spurensuche durch die Wiener Innenstadt begeben, um herauszufinden was Austropop ist und wie, wann und wo er entstanden ist. Daraus ist diese Walking Tour entstanden. Sie spannt einen weiten Bogen vom Jazz der 1940er und 50er-Jahre über lokale Dialekt-Literatur bis hin zur Imitation von Pop-Vorbildern aus England und den USA in den 1960er Jahren. Aus der Verschmelzung dieser Einflüsse konnte sich in den 1970er Jahren schließlich eine eigenständige lokale Musikszene entwickeln, die Generationen von Musiker:innen bis in die Gegenwart beeinflusst und/oder inspiriert hat.
Wien Museum
16:00 Talk: Austrian Dream On Air & On Stream
Wenn es ums Gehört-werden geht, halten Musiker:innen bzw. Bands aus dem Land mit dem Ö im Vergleich zu größeren Pop-Nationen keine guten Karten.
Sei es bei der Repräsentation in klassischen Medien wie dem österreichischen Pop-Radio, wo man sich im paranoiden Kampf um die Hörer:innenquoten an der internationalen Norm orientieren zu müssen glaubt.
Oder sei es in der undurchsichtigen Welt der Streaming-Ökonomie, wo die Algorithmen im Kampf um die Playlists kleine Märkte wie den österreichischen automatisch benachteiligen.
Um ersteres Problem zu beheben gibt es die ewige Diskussion rund um eine Österreicher:innenquote im Rundfunk. Die wird nie abreißen, solange es eine solche nicht gibt.
In Sachen Streaming wiederum hat sich – nicht zuletzt dank der Lobby-Aktivitäten der von weiten Teilen der Szene lautstark unterstützten Initiative Zukunftsmusik – die Regierung zum Versprechen einer von den großen Streaming-Diensten zu leistenden, 5-prozentigen Abgabe entschlossen.
Die Streaming-Plattformen, und die Musikwirtschaftsvertretung IFPI haben sich dagegen ausgesprochen. Was nun konkret durchgesetzt wird und inwiefern eine Streaming-Abgabe oder eine Radio-Quote Musiker:innen in Österreich nutzen könnte, das soll dieses Panel klären.
Am Podium: Dodo Roscic (Radio FM4 Programmchefin), Eva Dinnewitzer (Die Presse), Sofie Fatourechi alias Sofie Royer, (Musikerin, Produzentin, Popfest-Ko-Kuratorin), Paulina Parvanov (Öst. Musikfonds, Austrian Music Export)
Moderation: Kristin Gruber (Journalistin, Autorin, Performance-Künstlerin)
Sonntag, 26. Juli
Karlskirche (Orgelbalkon)
19:00 Live Podcast: Popfest26 Recap
Live Podcast von Philipp Dulle (Was Soll Das Alles?)
mit den Kurator:innen Sofie Royer & Wolfgang Lehmann
Anmeldung unter podcast@popfest.at
„Was soll das alles?“, fragt Journalist Philip Dulle in seinem wöchentlichen Kultur-Podcast und sucht nach Antworten auf die großen und kleinen Fragen des Künstler:innen-Lebens. Nun macht sein Interview-Format beim Popfest Wien Station: Am letzten Festivaltag bittet er das diesjährige Kurator:innen-Duo Sofie Royer und Wolfgang Lehmann in der Karlskirche zum Werkstattgespräch. Denn während Sofie im September ihr mit Spannung erwartetes neues Album „before/after“ veröffentlicht, zelebriert Wolfgang am letzten Festivaltag mit der Allstar-Formation Exit Void (u.a. mit Anja Plaschg alias Soap&Skin) eine Popmesse auf der Bühne der Karlskirche.Wie haben die beiden die vergangenen Festivaltage erlebt? Was hat sie berührt, und was kann Popmusik im Jahr 2026 überhaupt noch bewegen? Ist jenes Live-Erlebnis, für das das Popfest seit seinen Anfängen steht, noch alive? Und wie kommen Künstler:innen, Pop-Liebhaber:innen und wir alle durch diese Zeit der multiplen Krisen? Ein Blick in den Maschinenraum des Popfest Wien.
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Popfest Wien 2025 >> Sessions
Die Popfest Sessions werden präsentiert von der Wirtschaftsagentur Wien.
Eine Kooperation von mica – music austria und Popfest Wien.
Organisation: Wolfgang Lehmann, Sofie Fatouretchi, Dominik Beyer, Christoph Möderndorfer, Robert Rotifer
Das österreichische Musikinformationszentrum mica – music austria ist die wichtigste Anlaufstelle für Information über zeitgenössische österreichische Musik aller Genres und darüber hinaus ein kompetenter Ansprechpartner und Berater für österreichische Musikschaffende und deren wirtschaftliches Umfeld.

