Peter Ablinger – Landschaftsoper Ulrichsberg

2009 ist der oberösterreichische Ort Ulrichsberg und seine Umgebung Austragungsort der “Landschaftsoper Ulrichsberg” von Peter Ablinger. Das siebteilige Werk stellt den Ort Ulrichsberg und die ihn umgebende Landschaft in den Mittelpunkt des künstlerischen Geschehens. Der erste Akt startete im Frühjahr mit der Pflanzung von 20 Bäumen im Arboretum. Der Höhepunkt der Veranstaltung geht vom 11. bis zum 14. Juni über die Bühne.

 Eine Oper in der Natur, nicht beengt durch die Größe einer Bühne. Eine Oper, welche die Menschen als aktive Gestalter einbindet und sie so zu aktiven Akteuren werden lässt – Das und noch viel mehr will Peter Ablinger mit seiner “Landschaftsoper Ulrichsberg”. Der oberösterreichische Komponist unternimmt mit seinem siebenteiligen Werk den Versuch, den Ort und dessen Umgebung in ein musikalisches Kleid zu hüllen.

 

“Landschaftsoper ist der Versuch eines kreativen Neubeginnes innerhalb der Musikform Oper.” Und dieser soll nicht in einem der großen Opernhäuser, sondern im öffentlichen Raum, in der Gegend rund um und in Ulrichsberg von Statten gehen. Ein Neubeginn, der den kleinen oberösterreichischen Ort nahe der tschechischen Grenze und dessen Landschaft selbst zur Bühne werden lässt. Dabei geht es aber nicht darum, “ortfremde Kunst auf das Land zu projizieren”, vielmehr soll diese selbst aus den vor Ort vorhandenen Ressourcen entstehen, der Stadt, der Natur und natürlich den dort ansässigen Menschen. Die Musik, der Inhalt der Oper und der Aufbau dieser sind geprägt “vom Land, der Landschaft und vom am Land Üblichen”.

 

Einen Monat lang wird der in Schwanenstadt geborene Komponist mit seiner aus sieben Teilen bestehenden Oper, wobei jeder Akt ein eigenes und unabhängiges Ereignis darstellt, für eine klangliche Kulisse sorgen, die den Einklang mit der Natur und Menschen sucht. Jeder einzelne Teil stellt eine andere Kunstform in den Mittelpunkt. Sieben Akte formen das Werk, jeder mit seiner eigenen Gestaltung: Mit Baumpflanzung, Wanderkarte, Klangarchiv, Videoinstallation, Schaufensterstück, einem SchülerInnen-Projekt und – konzertanter Höhepunkt – einem Fest. Damit einhergehend sind die sieben Akte auch unterschiedlich konzipiert. So erstreckt sich der erste über ein Jahr, wogegen andere für einige Wochen, Tage oder auch nur Stunden andauern.

 

Den Höhepunkt des Projektes bildet das verlängerte Wochenende vom 11. bis zum 14. Juni, an dem nicht nur alle sieben Teile gleichzeitig erlebbar gemacht werden, sondern auch eine Reihe hochinteressanter Konzerte stattfinden. So etwa ein ortbezogenes Improvisationskonzert der Gruppe Contest of Pleasure am 12. Juni sowie das große Abschlusskonzert zur Oper mit einem Solistenensemble und Sinfonieorchester am 13. Juni.