
Seine Mischung aus Jazz, House, Elektro und Breakbeat kommt gut an und wenn Parov Stelar live die Regler bedient, schwingt selbst das faulste Publikum das Tanzbein. Aber auch ältere Menschen verfallen oft dem Charme seiner verruchten Swing und Lounge-Melodien.
Vor dem Jahr 2001 hat der gebürtige Graphiker unter seinem bürgerlichen Namen und als Künstler „Plasma“ Platten bei Bushido Records produziert. Dank regen Airplays seiner EP´s „Kiss, Kiss“, „Move On“ und „Wanna Get“ auf FM4 gelang ihm 2004 als Parov Stelar der Durchbruch. Soulseduction übernahm danach den globalen Vertrieb aller seiner Alben, und so erlangte Parov Stelar auch internationale Beachtung. Erste internationale Tourneen mit Band folgten, die ihn 2005 sogar in ausverkaufte Stadien nach Mexiko-City oder Istanbul führten. In den Jahren 2005 und 2006 war er für den FM4 Alternative Award nominiert.
Die BBC betitelte ihn 2008 nach der Veröffentlichung seines Albums „Shine“, auf dem er Charleston und Jazz sampelte und mit eigenem Breakbeats einen gänzlichen neuen, frischen Sound kreierte, als einen der herausragendsten europäischen Künstler und Produzenten und verglich ihn sogar mit Moby oder Groove Armada.
2009 nahm er gleich zwei Alben auf: Die Doppelcd „Coco“ und das Album „That Swing“ bestechen im altgewohnten Parov Stelar Style: Eine gelungene Mixtur von Genres, die auf den ersten Blick, oder auf das erste Hören, nicht viel mit einander gemein haben: Elektro, Jazz und Swing. Auf „That Swing“ ist weniger Lounge, aber wie der Name schon vermuten lässt, mehr Swing zu hören, was sie tanzbarer macht.
Heute zählt Parov Stelar zu einem der meist gebuchtesten heimischen Act im internationalen Musikbusiness. Vier Tage nach seinem Konzert in Wien kann der Linzer sein Equipment, seine Musiker und seine Koffer wieder in den Tourbus packen, denn bereits am 22. April geht die musikalische Reise weiter, unter anderem in Richtung Kopenhagen, Dresden, Moskau oder Paris. (me)