Ein Jazzklang zwischen Groove, Verspieltheit und elegantem Ton, übertragen in starke Songs, die mit ganz eigenem Charme und vielfältigen Charakter zu überzeugen wissen: Genau solche präsentiert der Vierer OLIVE GROVE auf seiner neuen EP „Sketchbook” (Audiomaze; VÖ 23.2.).
Olive Grove haben bereits in ihrem hochgelobten Erstlingswerk „r” in eindrucksvoller Manier vorgemacht, wie man Elemente aus unterschiedlichen musikalischen Richtungen zu etwas wirklich stimmungsvoll und elegant Klingendem verwebt. An der Grundausrichtung, zeitgenössisches Songwriting mit jazzigen Tunes und Improvisationen zu kombinieren, hat sich auch auf der neuen EP „Sketchbook” nicht allzu viel verändert. Der bassspielende und komponierende Kopf der Truppe, Oliver Steger, und seine Kolleg:innen Franziska Katzlinger (Gesang, Texte), Lukas Leitner (Keyboards) und Raphael Keuschnigg (Schlagzeug), vertrauen weiterhin auf ihr erfolgreiches musikalisches Rezept und landen damit erneut eine echte Punktlandung, eine, die wirklich zu begeistern weiß.
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Möchte man den vielleicht größten musikalischen Unterschied zum ersten Album ausmachen, so liegt dieser darin, dass die Olive Grove diesmal eine stärker grooveorientierte Richtung einschlägt, wodurch die Stücke in Summe etwas geradliniger wirken. Ansonsten aber bleibt jedoch alles beim Alten: Aufregendes Songwriting, ein mit Wärme umschmeichelnder Sound, der zugleich gefühlvoll und lässig schwingt, eine ausdrucksstarke und charismatische Stimme, die den ohnehin schon sehr gediegenen Grundton weiter veredelt, sowie erfrischend verspielte improvisatorische Einwürfe, die für zusätzliche Abwechslung sorgen.
Die Songs von Oliver Steger und seiner Band erzählen sich auf sehr vielfältige Weise, mal straight forward mit ordentlich Power, wie es beim Opener “Hummin'” der Fall ist, dann wieder mit einem richtig schön smoothen Ton (“Keep on Walking”) oder einfach nur lässig verspielt (“Converse”). In dieser musikalisch wechselhaften Art geht es im Grunde durch die gesamte EP. Jedes Stück setzt einen eigenen aufregenden Akzent und fängt mit seiner ganz eigenen Note ein. Man bleibt einfach an ihnen hängen und möchte sie gleich noch einmal hören. Kurz zusammengefasst: Ein wirklich schönes Musikerlebnis.
Michael Ternai
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