
Mit der “ÖMZ” steht nun eines der traditionsreichsten österreichischen Musikmagazine vor dem aus. Herausgeberin Marion Diederichs-Lafite kündigte mit Ende 2010 die Einstellung der monatlich erscheinenden Musikzeitschrift an. Als Gründe nannte sie zum Teil persönliche (Altersgrenze), wie auch die nur unzureichende Unterstützung seitens der öffentlichen Hand. Von dieser Hiobsbotschaft überrascht, stellen Vertreter heimischer Kulturinstitutionen nun die Frage, ob das “Musikland Österreich” auf dieses auch im internationalen Raum wahrgenommenes “Aushängeschild” der österreichischen Musikkultur verzichten will.
Die Österreichische Musikzeitschrift wurde im Jahre 1946 von Peter Lafite, dem Sohn des Komponisten Carl Lafite, gegründet. Über die Jahre hinweg hat sich die ÖMZ als eines der wichtigsten Organe für zeitgenössische Musik sowie Musikwissenschaft etabliert. Seit den 80er Jahren werden die Zeitschrift und der Verlag von Marion Diederichs-Lafite geleitet.
Mit Ende des Jahres steht die renommierte “ÖMZ” nun vor dem Aus. Trotz eines Ansuchens stellt das Wissenschaftsministerium weiterhin keine Förderung in Aussicht. Die Beträge der anderen Geldgeber reichen bei weitem nicht aus, den Bestand der Zeitschrift auch in der Zukunft zu sichern. Zumindest nicht in dieser Qualität. Nach einer längeren Diskussion einigten sich Vertreter von Kulturinstitutionen wie etwa der Austro Mechana, des Komponistenbundes, des Kulturministeriums, der Universität, der Akademie der Wissenschaften oder der Konzerthausgesellschaft nun darauf, öffentlich die Frage zu stellen, “ob das “Musikland Österreich” auf diese Einrichtung, die Kunst und Wissenschaft modellhaft zusammenführt und international als Aushängeschild der österreichischen Musikkultur und informative Selbstdarstellung ihrer Träger (Komponisten, Wissenschafter, Interpreten) verstanden wird, verzichten will”. Zudem wurde eine Petition initiiert, durch die das Thema weiter publik gemacht werden soll. Es soll das Bewusstsein geschaffen werden, dass die Österreichische Musikzeitschrift ein viel zu wichtiger Bestandteil der heimischen Kunstszene ist.
