
Wüsste man nicht, dass es sich bei den Steaming Satellites um eine Band aus Salzburg handelt, man wäre fast geneigt zu sagen, sie stammten aus den USA oder England. So original „unösterreichisch“ klingt das, was Max Borchardt (Gesang, Gitarre), Matthäus Weber (Schlagzeug) und Emanuel Krimplstätter (Keyboard, Synths) musikalisch auf den Weg bringen. Anders als viele andere Formation aus dem Segment des modernen Indierock, verlieren sich die drei Salzburger eben nicht im Wiederholen des bereits hundertfach Dargebotenen und Gehörten, vielmehr gehen sie mit genügend eigenen Ideen an den Start und unternehmen bewusst den Versuch, die Songs in ihrer eigenen Klangsprache zum Ausdruck zu bringen. Mit Erfolg, wie auch das Anfang 2012 erschienene und von allen Seiten hochgelobte Album „The Moustache Mozart Affaire“ zeigt.
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Mit der Zuschreibung in eine einzelne Kategorie kommt man bei der Beschreibung des Stils der heute dreiköpfigen Truppe sowieso nicht allzu weit. Dafür erklingen in den Nummern der Mozartstädter einfach zu viele unterschiedliche Einflüsse verschiedener Richtungen gitarrenorientierter Musik. Von den großen Rockentwürfen der 70er Jahre der Marke Led Zeppelin und Konsorten ausgehend, unternehmen die Steaming Satellites quasi eine abwechslungsreiche Reise durch die gesamte Rockmusikhistorie bis in die Jetztzeit, was im Ergebnis dem von der Band Dargebotenen diesen gewissen zeitlosen Charakter verpasst.
Max Borchardt, Matthäus Weber und Emanuel Krimplstätter, die auch vor dem Einsatz elektronischer Spielerein nicht zurückschrecken, verzichten bewusst auf irgendwelche mainstreamtaugliche Schnellschüsse, vielmehr lassen sie ihrer Musik die notwendige Zeit sich voll zu entfalten. Überhaupt scheint der Wille zur Abwechslung bei dieser Band besonders stark ausgeprägt. Wiederholungen gibt es keine, jeder Track steht als kleines musikalisches Kunstwerk einfach für sich. Dem Ganzen das vielzitierte I-Tüpfelchen setzt Frontmann und Sänger Max Borchardt auf, der in manchen Momenten als Zwillingsbruder als Alex Turner von den Arctic Monkeys durchgehend, den Songs ihre unverkennbare nach den Streaming Satellites klingende Note verleiht.
Freuen dürfen sich die Fans der Streaming Satellites auf den 15. Februar 2013, an diesem Tag nämlich erscheint mit „Slipstream“ das zweite Album des Salzburger Fünfergespanns. (mt)
Gefördert vom:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
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