Nominiert für den Österreichischen Musikvideopreis: „Boy“ von Konea Ra

Nach seiner erfolgreichen Premiere 2013 wird er auch heuer vergeben, der Österreichische Musikvideopreis. In diesem Jahr über eine Nominierung freuen darf sich auch das Wiener Elektro-Zweiergespann Konea Ra, das mit dem von Andreas Waldschütz produzierten Video zu seinem Song „Boy“ teilnehmen wird.

Der in ein elektronisches Gewand gehüllte Pop der Wiener Formation Konea Ra ist, wie man es auch auf deren Debüt „Pray For Sun“ sehr schön hören kann, einer, den man definitiv eher der kunstvolleren Sorte zuordnen kann. Zumindest versuchen Matthias Cermak und Stephanie Zamagna, die beiden Köpfe hinter dem Duo, diesem jede Banalität zu nehmen und ihn mit einem Mehr an Atmosphäre aufzuladen, als es in diesem musikalischen Umfeld  üblicherweise der Fall ist. Wie sie das anstellen? Nun, es wird von beiden hörbar viel Wert auf eine detaillierte Soundarbeit und ausgefeiltes Songwriting gelegt.

Aus weiten und ständig vibrierenden Synthieflächen, tief wummernden Bässen, mächtigen Beats und allerlei elektronischem Gefrickel basteln sich Konea Ra eine Klangsprache, die vor allem in einer für diese Musikrichting eher ungewohnten edlen stilistischen Ästhetik ihren Ausdruck findet. Die musikalisch irgendwo zwischen den Polen Dub, Soul, Pop und Elektronik angesiedelten Nummern von Matthias Cermak und Stephanie Zamagna glitzern immer ein wenig, manchmal in grell bunten Farben, dann aber auch wieder in eher dunklen und düster-melancholischen. Und genau dieser stete Wechsel in der Stimmung ist es auch, der der Musik diese spezielle geheimnisvolle Note verleiht. Es schwingt zwischen den Melodien, Sounds und dem Gesang immer etwas Undefinierbares mit, etwas, das lockt, verführt und auffordert, einfach näher hinzuhören.

Neben der Musik kommt auch deren visuellen Umsetzung eine bedeutende Rolle zu. Bei den Live-Performances geht es immer auch darum, Konea Ra als eine Art Gesamtkunstwerk darzustellen. Eine auffallende Bühnenkostümierung gehört in diesem Sinne daher ebenso dazu wie etwa auch der Einsatz einer exzentrischen Visual-Light Show. Klarerweise in die gleiche Richtung geht es auch in den Videos, wie etwa in dem von Andreas Waldschütz produzierten „Boy“. In einem Take gedreht und rückwärts abgespielt, gefällt der Clip vor allem auch wegen des gelungenen Spiels mit dem Kontrast zwischen Dunkelheit und Farbe.

Der Österreichische Musikvideopreis wird von VIS – Vienna Independent Shorts in Kooperation mit Screensessions, poolinale und dem mica – music austria vergeben. Die Screensessions finden am 26. Mai 2014 bei VIS statt.

 

Vienna Independent Shorts

 

 

 

 

poolinale

 

Foto Konea Ra: Andreas Waldschütz

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