
Der Gerhard Schedl Musiktheaterpreis zeigt sich mit seiner internationalen Ausschreibung als engagierte Initiative der Neuen Oper Wien, denn mit ihm geht nicht nur die Uraufführung des Gewinners einher, sondern auch der Druck des Werkes beim Verlag Doblinger. Damit erhöht sich die Chance, dass das Werk neben seiner ersten garantierten Produktion auch noch weitere Aufführungsmöglichkeiten lukriert – eine Seltenheit in der Realität der Neuen Musik. Wertschätzung dessen kommt auch von anderer Seite, denn die PNB Paribas Stiftung, die diesen Preis gestiftet hat, wurde dafür eine Würdigung von Maecenas. Doch ist dem Preis mit seiner ersten Ausgabe vorerst einmal auch gleich wieder sein Ende beschieden, denn eine weitere Ausgabe lässt sich aufgrund fehlender Sponsoren derweil nicht finanzieren.
Doch eine erfreuliche Neuerung geht mit diesem Projekt einher, denn auch ein Vermittlungsprojekt hat die Neue Oper Wien dafür ins Leben gerufen. Bei drei Workshops werden SchülerInnen des BORG Mistelbach mit den Berufsfeldern einer solchen Produktion vertraut gemacht und gestalten ein eigenes Stück zur Thematik der Uraufführung, das von den SchülerInnen zur Aufführung gebracht wird. Ein weiterer Aspekt der Vermittlungsaktivität liegt im Besuch der Generalprobe von Woyzeck 2.0. Passendes Angebot also für Jung und Alt. (dw)