Unter dem Motto Eyes Wide Open widmet sich das Festival in diesem Jahr den vielschichtigen Bedeutungen von Aufmerksamkeit – als politisches Instrument und ästhetische Praxis. Im Fokus steht die Aufmerksamkeit, die nicht nur im Kino geformt und gelenkt wird. Die Programme drehen sich von digitalem Informationsüberfluss über filmische Strategien der Aufmerksamkeit bis zur Zuwendung zueinander.
Von 26. bis 31. Mai macht VIENNA SHORTS in den schönsten Kinos der Stadt Station. Eröffnet wird am 26. Mai im Gartenbaukino erstmals unter neuer Leitung. Seit der diesjährigen Festivalsaison hat Max Bergmann die künstlerische Leitung inne und bildet gemeinsam mit der kaufmännischen Leitung Karin Ginzel die neue Geschäftsführung. Sechs Tage lang stehen 352 Filme aus 66 Ländern auf dem Programm – ein eindrucksvolles Spektrum von aufstrebenden Talenten bis hin zu renommierten Namen des internationalen Kurzfilms.
„Unsere erste Ausgabe steht für Aufbruch und Neugier und ein Programm, das ebenso herausfordert wie unterhält“, so Max Bergmann. „Gerade im Spannungsfeld von Aufmerksamkeit, Reizüberflutung und Innehalten sehen wir enormes künstlerisches Potenzial.“
Das im letzten Jahr erfolgreich etablierte Pay-what-you-can-Modell bleibt auch in der 23. Ausgabe bestehen: Für den Kauf von Kinotickets für reguläre Vorführungen sowie Festivalpässe können sich Besucher:innen jeweils selbst in die festgelegten Preiskategorien einordnen und somit entscheiden, wie viel sie zahlen können oder möchten. Tickets sind beginnend bei 4 Euro erhältlich. Festivalpässe gibt’s ab 20 Euro. „Das Pay-what-you-can-Modell war ein großer Erfolg, weshalb es uns ein Anliegen war, auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen für Solidarität zu setzen und möglichst vielen Menschen den Zugang zum Festival zu ermöglichen“, erklärt Karin Ginzel.
Im audiovisuellen Spektrum sorgen ein Kinokonzert von FARCE sowie zwei audiovisuelle Live-Performances von Luis Macias und INTER_SECTION für unvergessliche Festivalmomente. Zudem gibt es die Eröffnung der Ausstellung Storm Protocols des zweiten MQ Artist-in-Residence Nicolas Brault im ASIFAkeil in Kooperation mit ASIFA Austria.
MUVI – Österreichischer Musikvideopreis
Anlässlich des 14. Österreichischen Musikvideopreises liefern sich 13 musikalische Werke einen Wettstreit. Künstler:innen wie ÆNGL, Nenda und Monolink und viele mehr werden am 29. Mai gebührend gefeiert und ausgezeichnet. Ihre Beiträge könnten – sowohl inhaltlich, als auch stilistisch und ästhetisch – unterschiedlicher nicht sein. Somit wird klar, dass die heimische Musikszene ebenso divers wie wahnsinnig talentiert ist.
Auswahl
Marco Celeghin, Verena Klöckl, Theresa Pointner
Leitung der Auswahl
Christoph Etzlsdorfer
MUVI – Österreichischer Musikvideopreis – die Nominierten:
- AIR LIQUIDE – Innode Lotte Schreiber, at 2025, 7 min 24 sek
- AYGYUL – INSIDE Sabrina Norte, at 2025, 3 min 50 sek
- Baumarkt – SALÒ Marc Teuber, at 2025, 1 min 59 sek
- BUBBLEGUM – DACID GO8LIN Fjodor Carl Kelling, Ioan Gavriel, at 2025, 2 min 43 sek
- CHINGONA – Tamara Flores Rupert Höller, at 2025, 3 min 15 sek
- Dollz – ÆNGL Maria Gladitsch, at 2025, 4 min 37 sek
- Glue – Sakura Nikolaus Ratay, at 2025, 2 min 27 sek
- KRRRA – NENDA Nenda Neururer, at 2025, 3 min 7 sek
- Needle Guy – Dylan Brady Tim Rudle, at 2026, 3 min 52 sek
- Perfect World – Monolink Helen Esther Aschauer, Nicola von Leffern, at 2025, 4 min
- Serious – Filly feat. The Teenagers Aaron Chaudhry, at 2026, 2 min 53 sek
- Sober At The Club – Cousines Like Shit Clemens Niel, at 2025, 4 min 1 sek
- ~ flowing – KVSAL Iris P. M. Neuberg, Shereen Deen, at 2025, 5 min 16 sek