MUVI 2025 – Nominiert für den Österreichischen Musikvideopreis 2025: „Sound of the Waves“ von NEE-SHA

Zum dreizehnten Mal wird im Rahmen des VIENNA SHORTS Festivals der ÖSTERREICHISCHE MUSIKVIDEOPREIS (MUVI) vergeben. Nominiert ist dieses Jahr KATHARINA SIMUNIC mit dem Musikvideo zu „Sound of the Waves“ von NEE-SHA.

Katharina Simunic ist ein filmisches Multitalent. Gerade bei ihren eigenen Projekten nimmt sie von der Vorproduktion bis hin zur Postproduktion jede Rolle ein, die notwendig ist, um ein fertiges Filmprojekt umzusetzen. Neben ihrer Arbeit am Film ist sie auch Menschenrechtsaktivistin und das spiegelt sich auch in ihren Filmprojekten wider. Zuletzt hat sie den Kurzfilm „Europe, Can You See Me?“ im Jahr 2021 an der Kroatisch-Bosnischen Grenze umgesetzt und dort die Geschichten von Geflüchteten eingefangen. In Österreich hält sie Filmworkshops, zum Teil auch in Schulen, in denen es um Rechten von Kindern und Gleichberechtigung gehtt. Außerdem hat Katharina Simunic einige feministische Musikvideos unter anderem von NEE-SHA mitgestaltet und umgesetzt. So auch „Sound of the Waves“, das für den Österreichischen Musikvideopreis nominiert ist.  

Videostill aus "Sound of the Waves". Die Sängerin Nee-Sha sitzt in einem blauen Outfit vor einem verlassenen Haus.
Videostill “Sound of the Waves” © Katharina Simunic, Nee-Sha

Die Wiener Sängerin und Produzentin Nee-Sha ist bekannt für ihre eingängigen Beats und tiefgründigen Texte. Sie mischt souligen Gesang mit Rap-Passagen auf eine spezielle Art und Weise. Bereits in ihrer frühen Kindheit war Nee-Sha mit Reggae-Beats aufgewachsen, da ihr Vater ein Tonstudio zu Hause hatte und diese frühen Einflüsse spiegeln sich auch heute noch in ihrer Musik wider. In ihren Texten verarbeitet sie persönliche Gefühle und Erlebnisse und gibt dadurch tiefe Einblicke in ihr Inneres. So auch in „Sound of the Waves“. Darin verarbeitet sie eine unerwiderte Liebe. Die andere Person hat durch ihre Taten immer wieder Hoffnungen auf einen gemeinsamen Weg geschürt, am Ende jedoch stets einen Rückzieher gemacht. Dieses Hin und Her drückt sich in den Wellen des Songtitels aus und wird auch visuell aufgegriffen. Selbst wenn der Verstand weiß, dass es besser wäre loszulassen sind die Gefühle häufig zu erdrückend und zu einnehmend, um sich davon abzuwenden. Das wird auch im Musikvideo zu „Sound of the Waves“ transportiert. Musikalisch präsentiert sich der Song mit tiefen Synth-Akkorden und einem ruhigen Beat. Nee-Shas Stimme fügt sich als einfühlsame Begleiterin zwischen den Musikinstrumenten ein. Sie vermittelt auf eindrucksvolle Weise die Emotionalität der Thematik, ohne dabei jemals die Klarheit ihrer Stimme aufzugeben.

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Das Duo Katharina Simunic und Nee-Sha hat nur zu zweit das Musikvideo in Thailand, ohne großes Kamerateam, umgesetzt. Einzig ein Rettungskajak stand bei den Unterwasseraufnahmen zur Verfügung. Ohne Sauerstoffflaschen haben die beiden eine Woche lang an Land und unter Wasser gedreht. Das Video beginnt am Strand. Es sind Wellen zu hören und die Kamera bewegt sich entlang eines Felsens, bis sie Nee-Sha, die scheinbar an den Strand angespült wurde, einfängt. Die Sängerin hat zuerst die Augen geschlossen, öffnet sie aber in dem Moment, in dem die Musik einsetzt. In der nächsten Szene ist sie im Wald in einem blauen Outfit zu sehen. Sie bewegt sich auf ein altes Haus zu und bleibt dort am Eingang auf einer Erhöhung sitzen. Im nächsten Shot ist die Sängerin bereits im Wasser, aber noch schwimmend. Abwechselnd ist sie im Wald und im Wasser zu sehen. Kurz darauf taucht sie in das blaue Wasser ein.

Videostill aus "Sound of the Waves". Die Sängerin Nee-Sha taucht gerade ins Wasser ein.
Videostill “Sound of the Waves” © Katharina Simunic, Nee-Sha

In verschiedenen Outfits scheint sie durchs Wasser zu schweben. Dabei sinkt sie an manchen Stellen fast auf den Boden, an anderen bewegt sie sich wieder ganz unbeschwert durch das Meer. Ein männlicher Taucher erscheint und schwimmt um sie herum. Neben der Sängerin fängt die Kamera auch das Leben unter Wasser, die Korallenriffe und Fische ein. In manchen Szenen ist die Sängerin von Nahem, in anderen nur aus der Ferne zu sehen. Durch die Sonneneinstrahlung haben manche Shots eine einzigartige Beleuchtung. Hell und dunkel wechseln sich ständig ab. In der folgenden Szene kommt der Taucher ganz nah an die Sängerin heran und umarmt sie von hinten unter Wasser. Sie bewegen sich noch weiter gemeinsam durchs Wasser, fast als würden sie tanzen. Schlussendlich will Nee-Sha auftauchen und ist fast schon komplett aus dem Wasser. Jedoch kommt noch einmal der Taucher und zieht sie am Knöchel wieder unter das Wasser – und sie versinkt in den Fluten. Das Video endet mit den Credits in blauer Farbe auf schwarzem Hintergrund.

Mit „Sound of the Waves“ ist Katharina Simunic gemeinsam mit Sängerin Nee-Sha ein eindrucksvolles Musikvideo gelungen. Besonders die Unterwasserszenen beeindrucken durch ihre Dynamik und visuelle Präsenz. Noch bemerkenswerter werden diese Szenen aufgrund der Tatsache, dass sie nur zu zweit umgesetzt wurden. Es ist ein wunderschönes Musikvideo, das die Geschichte des Liedes auf kreative Art und Weise erzählt und dabei Bild und Ton exakt miteinander verknüpft.

Ylva Hintersteiner

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