
Inspiriert von französischen Chansons, urbanen Clubsounds und Jazz-Improvisationen zaubert Lorelei Lee einen brillanten Sound, der hauptsächlich durch die fragil wirkende, aber ebenso durchdringende Charakterstimme der Sängerin geprägt wird. Gesungen wird auf englisch und deutsch, die Texte zeigen sich ebenso verschnörkelt wie der Sound selbst, einerseits sehr ernst und emotional, andererseits sehr gewitzt. Selbst vor Coverversionen schreckt Sonja Romei – die wohlgemerkt auch als Schauspielerin tätig ist – nicht zurück. Sie begibt sich also auf die Spuren von Hildegard Knef und lässt zum finalen Abschluss des Albums die roten Rosen regnen. Für das akustische Potpourri an Vintage-Klängen und frischen Grooves sorgen neben Palme die Mitmusiker Julian Preuschl (Trompete, Beatbox, Jakob Schell (Bass) sowie Jakob Kovacic (Schlagzeug, Piano). Für den Produktions-Feinschliff von „Teddy Toys“ zeigen sich Rene Kornfeld (Mixing) und Parick Pulsinger (Mastering) verantwortlich.

Lorelei Lee – Rebound by mica
Lorelei Lee beweist großen Geschmack, was Arrangements und Komposition angeht. „Teddy Toys“ (Konkord) ist ein gelungenes Nachfolgealbum, das sich in die Kategorie easy listening einordnen lässt, dennoch eine musikalische Verspieltheit bietet, nicht zu dick aufträgt und eigentlich für Jedermann leicht zugänglich sein sollte. Ein Album, dass man gleich im Player lässt, weil man es immer und immer wieder hören kann ohne den eigenen Hörnerv auf die Palme zu bringen.
Am 13. September wird die Veröffentlichung des neuen Albums in großen Sendesaal des RadioKulturhauses gefeiert. Im Rahmen eines Doppelkonzertes wird auch Kollegin Saedi anwesend sein, die mit ihrem 2011 veröffentlichten und hoch gefeierten Debütalbum „Exhale“ von sich hören lässt. Wer sich für Donnerstag keine Tickets mehr sicher kann, hat die Chance dem Konzertabend gemütlich vom eigenen Sofa aus, per Live-Stream beizuwohnen. (bw)
weitere Termine:
15.09.: Scherbe, Graz
Fotos © Moritz Schell, Joachim Schnaitte