Seit nun fast mehr als einer Dekade begeistern die vier Herren Gasmac Gilmore die Fans mit ungemein mitreißenden, sehr erfrischenden und höchst explosiven Mischung aus Balkan-Rock und Polka-Trash. Und das nicht nur mehr hierzulande. Auf der Bühne eine echte Macht entwickeln sich Konzerte der Wiener Band in der Regel zu richtigen schweißtreibenden Angelegenheiten. Dies wird wohl auch am 18. Februar im Wiener Radiokulturhaus der Fall sein. Präsentieren werden die 2009 mit dem “Austrian Newcomer Award” ausgezeichneten Gasmac Gilmore ihr von allen Seiten lang erwartetes neues Album, das, obwohl dessen Titel noch nicht fest steht, ganz ohne Zweifel einmal mehr so richtig abrocken wird.
In ihren Stücken nehmen Gasmac Gilmore ihr Publikum mit auf eine wilde Reise quer durch die unterschiedlichsten Musikformen. Was die vierköpfige Truppe auf allen bislang veröffentlichten Alben betrieben hat, ist die Verweigerung, auch in irgendeiner Art und Weise irgendwelche Konzessionen zu machen. Matthias Wick (Gesang, Gitarre), Max Berner (Schlagzeug), Ronald Ralis (Bass) und Elias Berner (Gitarre) verfolgen seit Beginn an ihren ganz eigenen Weg und entziehen sich damit jeder möglichen Schubladisierung. Gekonnt pendelt der Vierer zwischen wilden Rockausbrüchen und balladesken Klängen, zwischen beschwingten Riffs und schrägen Hooklines. Dazu gesellen sich zudem wütende, aus der Hüfte geschossene Punk- und Hardcoresalven und humorvoll-groteske Folklore Attacken. Mit ihrem Stil positionieren sie sich geschickt abseits jeglicher Szene-Trends als höchst eigenständige und zu allen Seiten hin offene Rockband.
Die besondere Stärke von Gasmac Gilmore liegt im Songwriting. Nicht nur, dass es der Band gelingt, all die unterschiedlichen Elemente ihrer Musik wie aus einem Guss erklingen zu lassen, die vier Musiker beweisen ein Händchen dafür, ihre vielen Ideen in hochspannende und abwechslungsreiche Arrangements zu übersetzen. Im Ergebnis erklingen die Songs des Vierers als erfrischend mitreißende Mischung aus tanzbarer Balkan-Musik, Rock, Klezmer, Punk und Ska. Ein weiterer Aspekt, welcher Gasmac Gilmore aus dem Schema F hinausfallen lässt, ist ihr Mut zur klanglichen Vielfalt in ihrer Musik. Im Gegensatz zu vielen anderen Rockbands haben Matthias Wick, Max Berner, Ronald Ralis und Elias Berner kein Problem damit, auch einmal Instrumente wie eine Mandoline, Posaune, ein Akkordeon oder Cello in ihre Stücke einzubauen. Daher überrascht auch nicht, dass auf dem neuen Album unter anderem der Startrompeter Alexander Wladigeroff zu hören sein wird.
Gespannt darf man auf die neuen Nummern also auf jeden Fall sein. Wer sich wieder einmal so richtig „abrocken“ lassen will, sollte das Konzert von Gasmac Gilmore im Radiokulturhaus auf keinen Fall entgehen lassen. (mt)
Radiokulturhaus