
Musikalisch beheimatet fühlt sich Adrian Gaspar, wie man an seine verschiedenen Projekten deutlich erkennen kann, in den unterschiedlichsten Genres. Als jemand der sich stets zu allen Seiten hin offen zeigt, der von der Neugier getrieben, immer wieder über den eigenen Tellerrand hinausblickt, überschreitet er mit Liebe alles vermeintlich Trennende. Es sind vor allem diese hörbare Leichtigkeit und Eleganz, mit welcher der 1987 in Rumänien geborene und in Wien lebende Pianist, Arrangeur und Komponist diesen herausfordernden Spagat meistert, die in höchstem Maße beeindruckt. Nicht nur, dass es Adrian Gaspar auf vortreffliche Art versteht, die einzelnen Versatzstücke seiner Musik, entstammen diese nun aus dem europäisch geprägten Jazz, der Balkanfolklore, der traditionellen Roma-Musik, der orientalischen Klangvielfalt, der Klassik oder dem Funk, miteinander zu einem runden Ganzen zu verbinden, ihm und seinen Kollegen Benjamin Labschütz (Bass) und Moritz Labschütz (Schlagzeug) gelingt es, durch ihre scheinbar unbegrenzte Spielfreude, den Stücken Leben einzuhauchen, ihnen eine Seele zu verleihen.
Die Musik des Trios ist Lebenslust pur, sie ist so voller Energie, dass es schwerfällt, sich ihr zu entziehen. „Reloaded“ steht für ein ungemein mitreißendes, spannendes und packendes Hörerlebnis, welchem man als aufgeschlossener und interessierter Musikliebhaber auf jeden Fall Gehör schenken sollte. Das nächste Mal in Österreich mit dem neuen Material Station macht das Trio am 28. Februar im Salzburger Jazzit. (mt)