
In der Tat: Nicht nur geographisch, auch sonst müssen wir bereit sein, über unsere Grenzen hinauszuhören, uns in der „inneren Erfahrung“ zu entgrenzen, so wie Wort und Klang entgrenzt werden. Alt und einsam sitzt der alte Melville in Neuwirths Projekt da, ein Zollbeamter, der aufs Leben zurückschaut. Er kontrolliert alles, was über die Grenzen kommt – und schweift zugleich ins Grenzenlose und Ozeanische der Lust. Das Weiß des Wals wurde zum Phantasma der Moderne. Denn die endlose Grenzverletzung der Tabus wird irgendwann zur Folklore und große Werke wagen sich daran, sich ins Komplexe, ins Neutrale des Weiß zurückzuziehen, um durch Unkonsumierbarkeit zu provozieren und sich durch Widerständigkeit dem Spektakel der Warenwelt und Konsumkunst zu entziehen.
2012, im Jubiläumsjahr von Wien Modern (25 Jahre), ist Olga Neuwirth Hauptkomponistin des Festivals.
Kartenaktion:
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