Lakis & Achwach feiern ihr 30-jähriges Bestehen

Noch lange bevor der Begriff Weltmusik überhaupt für die Beschreibung eines gesamten Genres herangezogen worden ist, hat diese Formation eigentlich genau diese bereits in Reinkultur praktiziert. Lakis & Achwach, 1983 gegründet, haben sich seit Anbeginn nicht wirklich um irgendwelche stilistische Fragen gekümmert. Vielmehr haben sie einfach munter drauf los musiziert und sich aus den verschiedenen Ingredienzen und Einflüssen einen Sound zusammengebastelt, der vor allem in einer großen Klangvielfalt ihren Ausdruck gefunden hat. Bis heute hat sich daran auch nichts geändert. Zu ihrem 30-jährigen Bestehen lädt die sich um den Sänger und Gitarristen Lakis Jordanopoulos scharrende Truppe am 2. Februar nun zu einem ausgelassenen Festkonzert in das Wiener Metropol.

Lauscht man der Musik von Lakis & Achwach, so kann man eigentlich kaum glauben, dass man es hier mit einer Formation zu tun hat, die bereits 30 Jahre auf dem Buckel hat. So aktuell erklingt nämlich der Sound, den Gründer Lakis Jordanopoulos und seine Kollegen seit den Anfangstagen der Band miteinander zelebrieren. Man darf hier durchaus von einer Gruppe sprechen, die hierzulande in Sachen Weltmusik richtige Pionierarbeit geleistet hat. Sie hat gezeigt, was man musikalisch auf den Weg bringen kann, löst man sich einmal von allem einengenden Scheuklappendenken.

Ausgehend vom traditionellen griechischen Liedgut unternehmen Lakis & Achwach in ihren Stücken eine Reise, die sie durch die verschiedensten musikalischen Welten führt. So macht die in Wien ansässige Combo, der aktuell neben dem schon erwähnten Lakis Jordanopoulos auch Antonis Vounelakos (Gitarre, Gesang), Christian Gruber-Ruesz (Gitarre, Bouzuki, Mandoline), Manfred Balasz (Saxophon, Flöte), Herwig Thöny (Bass, Gesang), Yildirim Fakilar (Perkussion) und Yusuf Topcu (Schlagzeug) angehören, ebenso Halt im Jazz, wie auch im Wienerlied, in der Musik des Balkans, im Rock und in den diversen Volksmusiken.

Entscheidend zur klanglichen Vielfalt tragen klarerweise seit je her die unterschiedlichen Wurzeln der einzelnen MusikerInnen bei. Sie stammen aus Griechenland, Österreich, Liechtenstein und der Türkei und bringen alle ihre eigenen individuellen Noten in das musikalische Geschehen mit ein. Was Lakis & Achwach ebenso auszeichnet ist dieser fast schon unnachahmliche Spielwitz, mit welchem zu Werke gegangen wird. Genau dieser ist es nämlich auch, der ein Konzert dieser Combo regelmäßig zu wirklich mitreißenden Musikerlebnis werden lässt.

Also nicht wie ab ins Wiener Metropol, wo Lakis & Achwach gemeinsam mit alten Weggefährten und befreundeten MusikerInnen wie Hakan Gürses, Slavko Ninic, Loukia Agapiou und Aljosha Biz die ersten 30 Jahre musikalisch Revue passieren lassen. (mt)