Komponistenporträt Dana Cristina Probst

Spannende zeitgenössische Musik steht am 6. Dezember in den Räumen des ÖGM – Österreichische Gesellschaft für Musik auf dem Programm. Im Fokus steht das Schaffen der in Österreich lebenden rumänischen Komponistin Dana Cristina Probst. Es spielen Sylvie Lacroix, Flöte, Lukas Haselböck, Bass und Otto Probst, Klavier. Zur Aufführung gebracht werden zwei Werke der Komponistin: “…et une flûte – für Flöte solo” und “Am Orte des Lichtes – für Bass und Klavier”. Durch den Abend führt Gerhard Track.

Dana Cristina Probsts musikalisches Schaffen in wenigen Worten zusammenzufassen, es detailliert zu beschreiben, fällt in der Tat nicht leicht. Dafür verfolgt die im Jahre 1961 in Bukarest, Rumänien,  geborene und seit 1993 in Wien lebende Komponistin einfach zu sehr ihren eigenen Ansatz. Und dieser ist von einer ungemeinen Offenheit geprägt. Was stilistische Fragen betrifft, kann man überhaupt nur zum Schluss kommen, dass Dana Cristina Probst diese einfach außer Acht lässt. Mit Vorliebe kombiniert sie in ihren Stücken und Werken vermeintlich Gegensätzliches, auf den ersten Blick nicht wirklich kompatibel  Erscheinendes. So kommt es schon vor, dass in ihrer Musik sich genauso zeitgenössische Elemente, wie auch solche der Folklore finden. Eine nicht alltägliche Mischung.

Die Künstlerin hat über die Jahre hinweg ihre ganz eigene, unverkennbare und an Nuancen und Zwischentönen ungemein reiche Klangsprache und -ästethik entwickelt, eine, die auf große und sich aufdrängende Gestiken verzichtet. Vielmehr befinden sich ihre Werke in einem steten, fast schon meditativen und hypnotischen Fluss. Dem Faktor Zeit misst Dana Cristina Probst insofern hohe Bedeutung zu, als diese eben in gewisser Weise verlangsamend wirken soll.

Man darf der klanglichen Umsetzung der beiden Werke “…et une flûte – für Flöte solo” und “Am Orte des Lichtes – für Bass und Klavier” also durchaus mit viel Spannung entgegenblicken. Noch dazu, dass diese von einem Ensemble zum Erklingen gebracht werden, das die Zuschreibung erstklassig mehr als verdient. Es spielen nämlich mit Sylvie Lacroix, Flöte, Lukas Haselböck, Bass und Otto Probst, Klavier, drei MusikerInnen, die für ihr virtuoses instrumentales Können bekannt sind.  

Für ausreichend neue Klangerfahrungen und Aha-Effekte dürfte mit diesem Programm wohl gesorgt sein. Eigentlich ist dieser Konzertabend ein Muss für jeden Freund anspruchsvoller zeitgenössischer Musik. (mt)

Dana Cristina Probst © Nicolae Alexa

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