Komponistenporträt Dana Christina Probst

Dana Cristina Probsts musikalisches Schaffen in wenigen Worten zusammenzufassen, es detailliert zu beschreiben, fällt in der Tat nicht leicht. Dafür verfolgt die im Jahre 1961 in Bukarest, Rumänien,  geborene und seit 1993 in Wien lebende Komponistin einfach zu sehr ihren eigenen Ansatz. Und dieser ist von einer ungemeinen Offenheit geprägt. Was stilistische Fragen betrifft, kann man überhaupt nur zum Schluss kommen, dass Dana Cristina Probst diese einfach außer Acht lässt. Mit Vorliebe kombiniert sie in ihren Stücken und Werken vermeintlich Gegensätzliches, auf den ersten Blick nicht wirklich kompatibel  Erscheinendes. So kommt es schon vor, dass in ihrer Musik sich genauso zeitgenössische Elemente, wie auch solche der Folklore finden. Eine nicht alltägliche Mischung, der man sich bei einem Porträtkonzert am Montag, 8. Oktober im Palais Mollard im Rahmen des ÖNB-Musiksalons selbst versichern kann.

Die Künstlerin hat über die Jahre hinweg ihre ganz eigene, unverkennbare und an Nuancen und Zwischentönen ungemein reiche Klangsprache und -ästethik entwickelt, eine, die auf große und sich aufdrängende Gestiken verzichtet. Vielmehr befinden sich ihre Werke in einem steten, fast schon meditativen und hypnotischen Fluss. Dem Faktor Zeit misst Dana Cristina Probst insofern hohe Bedeutung zu, als diese eben in gewisser Weise verlangsamend wirken soll.

Die höchst unterschiedlichen Werke “…et une flûte – für Flöte solo”, “Am Orte des Lichtes – für Bass und Klavier”, „Sanftes Licht“ und „maître du marteau II“  werden dabei nicht nur von MeisterInnen ihrer Instrumente zum Erklingen gebracht, sondern mit der Flötistin Sylvie Lacroix und dem Pianisten Otto Probst finden sich in Zusammenarbeit mit Sorin Coliban (Stimme), Reinhold Brunner (Klarinette) und Maria Frodl (Violoncello) InterpretInnen zusammen, die mit dem Werk der Komponistin bestens vertraut sind. (mt, dw)
 

http://www.danaprobst.at/bio.htm
http://www.onb.ac.at/musiksalon/index.htm