Alternativ angehauchter Rock mit Ohrwurmqualität – die Vorarlberger Band KIN zeigt auf ihrem neuen Album „Duality“ (Wahn Records) ein Händchen für starke, eingängige Melodien, an denen man einfach nicht vorbeihören kann.
Eines lässt sich nach der ersten Hörprobe dieses Albums auf jeden Fall sagen. In Sachen Songwriting hat dieser Vierer aus Vorarlberg seine Hausaufgaben gemacht. KIN scheinen zu wissen, wie man Nummern schreibt, die sich binnen kürzester Zeit in den Gehörgängen festsetzen. Der alternativ angehauchte Rock, den Florian Koller (Gesang), Roland Maria Reininger (Gitarre), Adrian Delatorre (Bass) und Marcel Holzer (Schlagzeug) zu Gehör bringen, besitzt diese erfrischend handgemachte Qualität, die ganz ohne jede uninspirierte Ausschmückung auskommt und gerade deswegen auch so erfrischend anders daherkommt als vieles aus demselben musikalischen Eck.
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KIN verstehen es exzellent, mit dem Energielevel zu spielen und so Abwechslung in die Sache hineinzubringen. Mal lassen es die vier Musiker – wie in den Songs „Tensions“ und „Backseat Lover“ – richtig schön rockig angehen, dann wieder nehmen sie – wie in „Duality“ und „Days of Evolution“ – ein wenig Tempo heraus und ziehen sich geschickt in ruhigere und sanftere Klangumgebungen zurück. Auch vor dem großen Stadionrock-Gestus scheuen Frontmann Florian Koller, der – nebenbei bemerkt – eine wirklich außergewöhnlich starke und ungewöhnlich facettenreiche gesangliche Leistung hinlegt, und seine drei Kollegen nicht zurück („Ikarus“).
Leidenschaftlicher Rock mit abwechslungsreicher Note

Dieses ständige Wechselspiel zwischen laut und leise, forsch nach vor und elegant zurückhaltend ist es auch, das diesem Album seinen besonderen Reiz verleiht und für dessen spannende Unberechenbarkeit sorgt. Ein weiteres großes Plus an „Duality“ ist, das nahezu in jedem Ton diese unbändige Leidenschaft zu spüren ist, von der die vier Vorarlberger bei den Aufnahmen der Songs erfasst waren. Diese wirkt richtiggehend ansteckend und sorgt auch für diesen entscheidenden Kick, der einfach zum intensiven Zuhören animiert.
KIN zeigen sich auf ihrem neuen Album als eine Band, die in den letzten Jahren nicht nur einen, sondern gleich mehrere Schritte nach vorne gemacht hat. Mit „Duality“ im Rücken hat die vierköpfige Band definitiv das Zeug dazu, viele neue Fans für sich zu gewinnen. Man müsste sich schon wundern, wenn dem nicht so wäre.
Michael Ternai
KIN live
24.05. Hörbar Marktplatz, Dornbirn
03.06. Rocknacht, Nüziders
18.06. Sommer.Lust am Platz, Lustenau
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