Mit „A Million Forests of the Fall“ präsentiert der japanisch-österreichische Gitarrist und Komponist Kenji Herbert gemeinsam mit seinen beiden Mitstreitern Vinicius Cajado und Lukas König ein Album, auf dem das Thema Jazz aus einer wirklich einmal anderen Perspektive betrachtet wird.
Mit Kenji Herbert (Gitarre), Vinicius Cajado (Bass) und Lukas König (Schlagzeug) vereint dieses Trio drei Musiker, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie haben alle einen anderen musikalischen Backround und pflegen in ihren diversen Projekten immer ihren eigenen unverkennbaren Stil, der sich aus unterschiedlichen Inspirationsquellen nährt. Was sie aber eint, ist ihre Offenheit für eine Vielzahl von Genres, ihr Mut und ihre Freude am Experimentieren. Sie denken nicht in festen musikalischen Kategorien, sondern verstehen sich als Satelliten, die zwischen den verschiedensten Musikformen schweben. Es überrascht daher wenig, dass man dem gemeinsamen Album der drei, die sich vor ein paar Jahren in Brooklyn, New York, kennengelernt haben, kaum die Etiketten „eindeutig zuordenbar“ oder „gewöhnlich“ anheften kann.
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Was der Zuhörer auf „A Million Forests of the Fall“ präsentiert bekommen, ist ein Sound, der Jazz und Improvisation mit der Klangästhetik des Indie-Rocks verschmilzt und auf eine vielschichtige, dennoch harmonische Weise einen einzigartigen, unkonventionellen musikalischen Charakter entfaltet. Dabei spürt man eine gewisse Erdigkeit, aber auch Wärme, die der Musik Tiefe verleiht. Die Stücke, die alle aus der Feder des japanisch-österreichischen Gitarristen und Komponisten stammen, entwickeln sich in spannungsgeladenen Bögen, die zwischen intensiver Energie und sphärischer Ruhe oszillieren und sich in steter Veränderung befinden. Groove-orientierte, riffgetriebene Passagen fließen nahtlos in melodische, fließende Abschnitte über, die immer wieder von komplexen Rhythmen und freien Improvisationen durchbrochen werden oder sich in filigrane sphärische Räume hineinentwickeln.
Mit „A Million Forests of the Fall“ legen Kenji Herbert und sein Trio ein Album vor, das mit einer einzigartigen, unkonventionellen Klangsprache beeindruckt. Es verbindet gekonnt die Energie des Indie-Rocks mit der Freiheit und Improvisation des Jazz, wodurch ein vielschichtiger, aber gleichzeitig einladend zugänglicher Sound entsteht, der den Zuhörer auf eine faszinierende musikalische Reise entführt.
Michael Ternai
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Links:
Kenji Herbert
Kenji Herbert (Instagram)
Lukas König
Vinicius Cajado (Instagram)
Unit Records
