
Die Stärke dieses Debütalbums liegt vor allem in dem Umstand, dass eben nicht alles perfekt ausgearbeitet und kantenlos durchproduziert klingt. Natürlich gibt es Bands und Formationen, die sich instrumental und spielerisch auf einem höheren Level bewegen, doch das schlägt in diesem Fall eigentlich überhaupt nicht ins Gewicht. Just Friends And Lovers ziehen in Sachen Pop, der im musikalischen Spektrum irgendwo zwischen The Smiths, den ganz, ganz alten Die Ärzte, ein wenig New Wave, Punk, Rock und dem Synthiepop der 80er Jahre liegt, ihr eigenes Ding durch.
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Die Songs klingen allesamt als wären sie in irgendeiner Garage entstanden und auch direkt dort aufgenommen worden. Auf alle ausufernden Spielereien, klischeehaften Gesten oder eine lange Produktionszeit ist, zumindest ereilt einen dieses Gefühl, lauscht man sich einmal durch das gesamte Album, verzichtet worden. Doch den Anspruch konform im Gleichschritt mit unzählig anderen, soundtechnisch durchgestylten Indierock/pop-Formaten zu marschieren, stellt sich die dreiköpfige, seit 2011 zusammenwerkende Combo aus Graz vermutlich ohnehin nicht.

„What, Colour?“ ist ein Stück Popmusik geworden, das dann doch irgendwie aus dem Rahmen fällt, weil es sich eben nicht vor der Massentauglichkeit verbeugt, sondern mit einer eigenen Note punktet. (mt)