Jiri Malakoff im Chelsea

Perfekten Synthie-Pop für Indie-verwöhnte Ohren bringt kommenden Mittwoch der Musiker Jiri Malakoff, der stets mit himmlischen Melodien, flirrenden Elektrogitarren, Synthesizern und perfekt dazu passender Stimme als zusätzlichen Bonus zu begeistern weiß, auf die Bühne des Wiener Chelsea.

Vor kurzem ist Malakoffs Debut-Album erschienen, an dem er ganze zwölf Monate lang gefeilt hat und das dem Anspruch gerecht geworden ist, flirrende Gitarren, perfekt gezirkelte Beats und düstere Synthesizer unter einen Hut zu bringen. Aufgenommen wurden sämtliche Instrumente in Eigenregie, lediglich mit Partizipation von Co-Produzent Mik Tanczos (Zeronic).

 

Neben dem ganz eigenen persönlichen Stempel, den er seinen Songs aufdrückt, sind beispielsweise auf Stücken wie “Endlessly” oder “Blindfolded” deutliche Simon & Garfunkel-Einflüsse auszumachen. “Yellowish” kommt dann wieder erfrischend Beatles-mäßig daher und bei “Mrs. Life” schließlich werden noch die guten alten Pet Shop Boys herbei zitiert.

 

Alles zusammen ergibt jedenfalls mehr als bloß eine handvoll eklektisch-elektrische Songs, die, wie die Erfahrung bereits gezeigt hat, auch im Live-Kontext wunderbar funktionieren.

 

Als Support-Act agiert die Wiener Elektronik-Schnulzen-Combo Audiospam, die sich der Kreation schmerzhaft schöner Pop-Gebilde verschrieben hat und von brutaler Expressivität bis hin zu melancholischer Impression so ziemlich alle möglichen emotionalen Stufen abzudecken vermag.(mm)