Sein 10-jähriges Jubiläum feiert in diesem Jahr eines der wohl ungewöhnlichsten wie auch facettenreichsten Wiener Musikfestivals. Das Akkordeonfestival präsentiert ab 21. Februar einmal mehr ein ungemein hochkarätiges und abwechslungsreiches Programm, das Musikliebhabern die Möglichkeit bietet, sich mit dem Instrument Akkordeon und dessen zahlreichen künstlerischen Facetten auseinanderzusetzen.
Wie bereits bei den letzten Festivals hat sich das Team rund um den künstlerischen Leiter Friedl Preisl wieder einmal einiges einfallen lassen, um an die Erfolge der vergangenen Jahre anschließen zu können. Der Weg, einen Mischung aus Altbewährtem und Neuem zu bringen, hat sich, geht man nach dem enormen Interesse seitens des Publikums bei den letzten Malen aus, als der Richtige herausgestellt. Das Festival führt Jahr für Jahr renommierte internationale Musik-Größen genauso wie junge talentierte Newcomer nach Wien. Die zahlreichen Austragungsorte, wie etwa die Sargfabrik, das Porgy & Bess, das Stadttheater Walfischgasse, der Bockkeller oder das Theater Akzent, bieten den geeigneten stimmungsvollen Rahmen für die MusikerInnen wie auch für das Publikum.Wirft man einen Blick auf das diesjährige Programm, erkennt man, wie breit gefächert es auch heuer zur Sache geht. An musikalischen Höhepunkten mangelt wahrlich nicht. Erstmals bietet das Akkordeonfestival zusätzlich zwei Bonuskonzerte. Eines kurz vor der eigentlichen Veranstaltung, eines danach. So stimmen am 15. Februar Otto Lechner und der Franzose Arnaud Méthivier das Wiener Publikum schon auf die kommenden Wochen ein. Am 26. März geben Biondini/Godard/Reijseger noch einmal eine Zugabe. Das Festival selbst mit einem ganz besonderen Gala-Abend eröffnet. Mit Otto Lechner zeigt einer der führenden heimischen Akkordeonisten, in welch vielfältiger Weise sein Instrument Anwendung finden kann. Extra für das Festival hat die Musikerlegende das Ziehharmonische Orchester Wien ins Leben gerufen. Es vereint unter der Leitung von Peter Burwik insgesamt 20 MusikerInnen aus aller Herren Länder.
Neben dem Akkordeonfestival feiert aber auch eine andere österreichische Musikinstitution ein rundes Jubiläum. Die Wiener Tschuschenkapelle feiert im Rahmen des Festivals ihr 20-jähriges Bestehen. Gefeiert wird am 15. März im Baumgartner Casino. Ein weiterer Programmhöhepunkt ist das Konzert des italienischen Akkordeonvirtuosen Riccardo Tesi. Wie schon in den vergangenen stehen auch heuer die inzwischen beim Publikum sehr beliebten Rahmenveranstaltungen, wie etwa der für die Kinder gestaltete “Magic Afternoon”, der Filmbrunch und der Literatursalon auf dem Programm.
2009 zeigt einmal mehr, warum sich das Akkordeonfestival inzwischen als fixer Bestandteil sowohl im Wiener Musikleben, wie auch im internationalen Rahmen längst etabliert hat. Wohl bei keinem anderen Musikfestival wird dem Publikum musikalisch ein solch breites Feld geboten, wie es bei dieser Veranstaltung der Fall ist. Und gerade das macht das Akkordeonfestival so einzigartig.
Michael Ternai
http://www.akkordeonfestival.at/

