JIRI MALAKOFF – „Finding Utopia“

Es war um JIRI MALAKOFF in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden, doch nun meldet er sich in Form seines neuen Albums zurück. „Finding Utopia“ (Marlene Music) heißt dieses, und es zeigt, dass der Songwriter das Schreiben von guten Liedern nicht verlernt hat.

Cover Finding Utopia
Cover “Finding Utopia”

Was sich mit den schon vorab veröffentlichten Singles „Strong“, „Floorfiller“ und „Collide“ bereits angekündigt hat, findet auf der Ende August erschienenen Platte „Finding Utopia“ seine Bestätigung. Da hat sich jemand richtig viel Mühe gegeben, wieder mit großen Schritten ins Rampenlicht der heimischen Popbühne zu treten. Der Songwriter und Gitarrist Jiri Malakoff lässt nach Jahren der Absenz wieder von sich hören. Und das auf eine mehr als nur ordentliche Art.

Ein starkes Comeback

Der aus dem Burgenland stammende Musiker, der vor allem am Ende der ersten Dekade des neuen Jahrtausends einiges an Staub aufwirbeln konnte, lebt auf seinem neuen Album unverkennbar seine Liebe zum Elektro-Pop der 1980er Jahre aus. Dies tut er natürlich im Sound der Gegenwart, dennoch sind es zum Großteil großzügig eingesetzte Synthieklänge und programmierte Drums, die neben seiner Stimme das musikalische Geschehen auf „Finding Utopia“ bestimmen. Aber stören tut das in keinster Weise, denn Jiri Malakoff gelingt es auf sehr schöne Art, genügend eigene Akzente zu setzen, solche, die seine Songs unverkennbar eigen und damit auch spannend werden lassen.

Dass der Gitarrist und Songwriter catchy Lieder schreiben kann, hat er schon in der Vergangenheit bewiesen. Und auch in seinen neuen Songs folgt er seiner Tradition der starken Melodien, die – egal ob sie nun in einem verträumten, gefühlvoll melancholischen oder richtig lässig  tanzbaren Ton erklingen – in jedem Moment zu verführen wissen.

Jiri Malakoff legt mit „Finding Utopia“ ein Album vor, das auf schöne Weise leicht nostalgisch schimmert, viel Stimmung entfaltet und wegschweben lässt. Es ist ein starkes Lebenszeichen, das der gebürtige Burgenländer da von sich gibt, eines, das unterstreicht, dass man auch in Zukunft mit ihm rechnen muss.

Michael Ternai

Link:
Jiri Malakoff
Jiri Malakoff (Facebook)