Vom 1. bis zum 5. Oktober hält der Jazz wieder einmal Einzug in Klosterneuburg. Unter dem Motto “Jazz Classics” interpretieren zahlreiche heimische wie auch internationale MusikerInnen an verschiedenen Spielstätten altbekannte Jazzklassiker völlig neu. Zudem wird der Versuch unternommen, eine Brücke zur Klassik zu schlagen. Die BesucherInnen dürfen sich auf einige echte Leckerbissen freuen.
Wie schon in den vergangenen Jahren bewegt sich das Programm auch heuer auf höchstem Niveau. Kein Wunder, dass sich das Festival längst im hiesigen Festivalkalender etabliert hat, waren die Veranstalter des Festivals doch bisher immer bemüht, neue interessante Wege beschritten. Daher sollen die KünstlerInnen dieses Mal mögliche Berührungspunkte zwischen dem Jazz und der Klassik herausarbeiten. Ein zweiter programmatischer Schwerpunkt liegt auf der Neuinterpretation so genannter Klassiker der Szene. Vorgaben in welche Richtung sich diese bewegen sollten, gibt es natürlich nicht. Man darf gespannt sein, in welcher Form sie ihren Weg in die heutige Zeit finden werden. Spannend wird es allemal.
Es reicht ein Blick auf die Namen der teilnehmenden MusikerInnen, welcher die Erwartungshaltung auf Seiten des Publikums zusätzlich steigern dürfte. So werden unter anderem werden Barbara Rektenwald, Monika Stadler, Alegre Corrêa, die Frauen-a-cappella-Gruppe Velvet Voices, Jose Saluzzi, Edison Tadeu, Bertl Müller oder Julia Malischnig auf den verschiedenen Bühnen zu bewundern sein. Kenner der Szene wissen, dass es sich hier um KünstlerInnen handelt, deren Zugang zur Materie unterschiedlicher nicht sein kann.
Überhaupt bietet das Festival in Klosterneuburg Musikfans eine hervorragende Gelegenheit, sich über aktuelle Strömungen innerhalb der Szene ein Bild zu machen. Wo sonst, bekommt stilistische Vielfalt in solch geballter Form präsentiert. (mt)
