Jazz zu Dritt im Jazzland

Mit Karl Hodina, Gerd Bienert und Joschi Schneeberger kommen am 28. Oktober drei erstklassige Musiker im Wiener Jazzland zusammen, die auf den ersten Blick zwar aus vollkommen unterschiedlichen musikalischen “Welten” stammen, es aber dennoch schaffen, ihre Vorstellungen unter einen gemeinsamen Hut zu bringen.

Karl Hodina zählt ohne Zweifel zu den führenden und prägenden Persönlichkeiten der Wienerlied-Szene. Sein gesamtes Leben hindurch stellte der Maler, Jazzpianist und als Akkordeonist jene Stadt in den Mittelpunkt des gesamten künstlerischen Schaffens. Als großer Kenner der ureigenen Wiener Seele und der Kunstformen, welche aus dieser entsprungenen sind, entdeckte er seine eigene unnachahmliche Zugangsweise zu diesem Thema. Wie kaum ein anderer versteht es der Musiker Schrammelklänge, Bluesharmonien, moderne Rhythmen und die Wiener Sprachmelodie zu einem Ganzen zu verschmelzen.

 

Gerd Bienert stammt dagegen eher aus der Richtung Jazz und Swing, was ihn aber nicht davon abhält seine Fühler auch nach anderen Genres auszustrecken. Schon seit Jahren ist der Gitarrist auf dem Parkett des Swing unterwegs und betört das Publikum mit seinem ausdrucksstarken und facettenreichen Spielstil. Komplettiert wird das Trio durch Joschi Schneeberger, der heute zu den gefragtesten und versiertesten Bassisten der österreichischen Jazzszene zählt. Auch auf internationalem Parkett konnte sich der Musiker bereits seine Sporen verdienen. So hat der Wiener bereits mit Größen wie Barney Kessel, Ed Thigpen, Conte Candoli, Benny Bailey, Clark Terry, Rolf Ericson, Karl Ratzer, Fritz Pauer, Oskar Klein, Bill Grah, u.v.a. zusammengearbeitet.

 

Wie man sieht ist jeder für sich schon einen Besuch wert. Das Publikum darf gespannt sein, wie und in welcher Form sich diese drei Ausnahmemusiker ergänzen werden und welchen Stil sie zu erschaffen gedenken.(mt)

 

 

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