INTERSTELLAR BUNGALOW – „HELIX“

INTERSTELLAR BUNGALOW nehmen dich mit ihrem neuen Album „HELIX“ (WILHELM SHOW ME THE MAJOR LABEL) auf ihre Raumstation mit. Der Lo-fi Sound ist low-key rockig und funktioniert beim intensiven hinhören gleich gut wie zum Ausschalten und Gedanken schweifen lassen. Es treffen sanfte Gesangsparts auf Screaming, grungige Gitarrenflächen auf gefühlsvolle Riffs.

Interstellar Bungalow © Lukas Schneeberger

Die Grazer Band Interstellar Bungalow verweist mit dem Titel ihres ersten kompletten Albums „Helix“ auf die Struktur einer Wendeltreppe, die metaphorisch dafür stehe, dass man letztendlich doch an einem besseren Ort ankommen könne als zuvor, auch wenn es manchmal scheint, als würde man im Kreis gehen, erklärt die Band. Sie besteht aus Selina Galka (Vocals, Schlagzeug), Thomas Hammer (Vocals, Gitarre) und Matteo Sattler (Gitarre, Vocals). Man kennt die Musiker:innen von anderen Bandprojekten, in denen sie in unterschiedlichen Besetzungen spielen: OXYJANE, Viosphere, Robotra, Cryptic Commands. Ursprünglich war die Band ein Duo, bevor Selina Galka dazugekommen ist und die Musik unter anderem mit echten statt computergenerierten Drums ins nächste Level katapultierte.

Alle drei Musiker:innen sind gemeinsam für Musik, Gesang, Texte, Aufnahme und Mixing verantwortlich. Selina Galka und Thomas Hammer teilen sich die Lead-Vocals und sind dabei so unterschiedlich wie der orangene und der grüne Teil vom Twinni. Galkas klare, zarte Stimme steht im Kontrast zu den harten, teilweise punkigen Nummern. Hammer singt mal gemächlich, mal brüllt er buchstäblich aber wohlklingend ins Mikrofon. Gemeinsam haben sie, dass ihre Stimmen faszinieren und den Songs das gewisse Extra verleihen. Das Albumcover von Susi Possnitz zeigt eine altmodische Lampe wie sie in der Ubahnstation “Stadtpark” zu finden sein könnte.

EIN NEUER MASSSTAB

Es wird mitunter rockig und intensiv, mit kräftigen Schlagzeugspiel, grungigen Gitarrensounds und Screaming-Gesangsparts („Web Architecture“, „Technico“, „The Black Light King“). Dem gegenüber stehen Nummern mit ruhigeren Gitarrenriffs und sanften Gesangsparts („With You“, „Fomo“). Das Schlagzeug treibt voran und lässt Raum für melodische Gitarrenarrangements („Cholesterol“, „Secrets“, „No Advice“). Die Lead-Single „Do I Want To Take Care Of My Heart Just Once“ besticht mit mit 90er-Indie-Sound. Das schwarzweiß Video dazu zeigt antiquarische Aufnahmen von offenen Herzen im OP-Saal, was wunderbar schräg ist im Zusammenhang mit dem Lied. Die intergalaktische Reise endet mit „Guidelines“, ein ruhiger Song der an The Growlers erinnert und einen gut gelaunt an einer U4 Station im Otto-Wagner-Stil absetzt.

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Auf dem abwechslungsreichen Album wird es richtig gemütlichen und trotzdem energiegeladenen. Interstellar Bungalow geben sich der Musik hin und setzen einen neuen Maßstab dafür, wie souverän kraftvolle Tracks klingen können. Funktioniert super zum laut aufdrehen und headbangen oder aufmerksam lauschen aber auch zum Kopf ausschalten und nebenbei hören. Die Band ist ihrem gewohnten Klang treu geblieben wobei die Klanglandschaft vielfältiger geworden ist, die Songs sind kurz und knackig mit vollem Sound. Fans von Beatsteaks oder Kings Of Leon werden dieses Album super finden. Geniale Scheibe – it´s a keeper!

Sophia Olesko

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Interstellar Bungalow live

28.02.24 Postgarage, Graz

01.03.24 Vinyl Bar, Linz

02.03.24 ezaz, Komarno (SVK)

24.03.24 flucc, Vienna

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