Auf untergründiger Spurensuche nach dem Sound der Stadt: Das von Heinrich Deisel geschriebene “Im Puls der Nacht” (Präsentation: Dienstag, 15. Januar 2013, rhiz, ab 21 Uhr) ist sowohl Buch wie Projekt, das mittels Poptheorie, Cultural Studies und Oral History zum ersten Mal eine Popkulturgeschichte Wiens seit 1955 bloßlegt. Teil I reicht von der “guten alten” Kaiserzeit bis zum Vorabend des Wiener “Summer of Love”, traversiert den Art Club, den “Herrn Karl”, die Informelle Gruppe, die “Musicbox” und Filme wie “The Third Man” und “Schamlos”, macht Station bei Locations wie der Steffl Diele und dem Strohkoffer, die Musik dazu kommt von Max Brand, Anton Karas und Novak’s Kapelle.
“Im Puls der Nacht” zeigt, dass sich Denken und Tanzen gerade im Nachtleben immer wieder vorzüglich ergänzen. (Aus dem Vorwort von Didi Neidhart)
Autor Heinrich Deisl ist leitender Redakteur beim Wiener Magazin skug – Journal für Musik und Bereichsleiter Kunst + Kultur beim campus & cityradio 94.4 St. Pölten.
Elektronikmusikpionier Alois Huber, Mitgründer des Labels Laton, moderiert den Abend.
Andreas Felber: Jazzkritiker bei Ö1 und Der Standard, Lehrbeauftragter am Institut für Popularmusik und Autor von Die Wiener Free-Jazz-Avantgarde: Revolution im Hinterzimmer (Böhlau, 2005).
Al Bird Sputnik ist Musiker bei The Happy Kids und Mitgründer der Trash Rock Archives.
“Im Puls der Nacht” ist im Wiener Verlag Turia + Kant erschienen.