„ICH WEIß DANN SCHON BEIM AUFWACHEN: HEUTE WIRD ES NICHT GUT, WEIL ES GESTERN ZU GUT WAR” – CLAUDIA BRUCKNER (PURE CHLORINE) IM MICA-INTERVIEW

PURE CHLORINE aka CLAUDIA BRUCKNER gibt Real-Talk mit brutaler Heilungsanweisung. Für alle, die im emotionalen Hangover stecken oder grad am sober werden sind, gibt es mit „Healing is Brutal” (VÖ: 18.07.2025) erst mal die feinste Groundhog-Day-Musik zur Sonntagsdepression. Aber keine Sorge: Mit Happy End. Denn after all, fängt am Ende alles immer wieder von vorne an. Zum Glück, oder? Zwischen Kaffeemaschinen-Samples, toxischen Schreibsessions und selbstironischer Klarheit spricht die Künstlerin im Interview mit Ania Gleich über Humor als Copingstrategie, neue Ehrlichkeit ohne Rausch – und warum ihr Bandgefüge besser funktioniert, seit sie sagt, wo es langgeht. 

Führst du gerne Interviews?

Pure Chlorine: Ich glaube, das Ding ist: man fühlt sich schnell in ein Schema gedrückt. Die Presse fragt immer dieselben Sachen, so für diese klassischen Presse-Aussendungen. Das Schlimmste ist immer, wenn die erste Frage lautet: „Wie seid ihr auf den Namen gekommen?“

Also, wie bist du denn auf …

Pure Chlorine: Nein, bitte nicht! Es ist wirklich nicht das Spannendste, was man erzählen kann. 

Spaß. Ich finde zum Beispiel viel interessanter, warum du das phil für das Interview ausgesucht hast.

Pure Chlorine: Ich hatte schon mal ein Interview-Treffen bzgl. Merch-Zusammenarbeit, und da wurde mir das hier vorgeschlagen – die wohnten halt in der Nähe. Und seitdem finde ich es eigentlich voll nett!

Ich hab ein bisschen recherchiert und war überrascht, wie lange du eigentlich schon Musik machst. Aber keine großen Interviews oder Texte?

Pure Chlorine: Ich bin ein bisschen low key. Aber hey, dafür machst du das jetzt! 

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Deine ersten Sachen sind ja noch pre Covid erschienen?

Pure Chlorine: Ja, das fühlt sich echt an wie eine andere Zeit – vor Corona. Wir hatten gerade das erste Release und dann einen Gig, und direkt danach kam Corona. Ich weiß noch, wie ich mit meinen Bandmates drüber gesprochen habe: „Ich glaub, die Leute haben Angst, auf Konzerte zu gehen.“ Damals konnte man noch nicht erahnen, wie lang das dauern würde.

Und ihr wart ja gerade in der Entwicklungsphase …

Pure Chlorine: Genau. Und du kannst dich halt nicht gut entwickeln, wenn du nicht mal gemeinsam im Studio sitzen kannst. Wir hatten dann das Glück, dass die Radios total auf Local Artists fokussiert waren. 88.6 hat uns von Anfang an adoptiert. Ich weiß nicht, ob das ohne Corona auch passiert wäre. Jetzt ist der Fokus auf lokale Bands gefühlt wieder weniger. Aber vielleicht ist das auch meine verzerrte Wahrnehmung.

Also hattest du als Pure Chlorine quasi zwei Anfänge?

Pure Chlorine: Ja, könnte man so sagen. Nach Corona kam dann noch ein Band-Fallout. Es gab Drama – wie das halt so ist. Jemand hat sich benachteiligt gefühlt, jemand ist gegangen. Und da stand dann zum ersten Mal die Entscheidung: Mach ich weiter? David (Anm. Graf) und ich – er produziert alles mit mir – hatten so ein unausgesprochenes Verständnis: Wenn wir jetzt weitermachen, dann für immer.

Das klingt cheesy, aber auch schön.

Pure Chlorine: Ja. Und wir machen weiter. Danach kam eine neue Ära: Wir haben entschieden, dass nicht mehr alle Entscheidungen im Kollektiv getroffen werden können. Ich bin Pure Chlorine, ich mache den stuff, und wer dabei sein will, kann mitmachen. Und so sind wir weitergegangen.

„MAN MUSS LERNEN, DASS ES OKAY IST, ANSAGEN ZU MACHEN – OHNE EIN ARSCHLOCH ZU SEIN.”

Band-Sein kann auch anstrengend sein. 

Pure Chlorine: Total. Es gab eine Phase, wo bei jeder Probe ein anderer Gitarrist dabei war – da konnte sich keine Dynamik entwickeln. Jetzt sind wir an einem Punkt, wo es ziemlich stabil ist. Ich freue mich voll auf die Tour, das schweißt zusammen.

Es ist halt auch eine Entscheidung, „Das ist mein Projekt“ zu sagen, oder eine gleichberechtigte Band zu sein.

Pure Chlorine: Voll. Und als Frau ist es einfach nicht selbstverständlich, dass alle auf dich hören. Man muss lernen, dass es okay ist, Ansagen zu machen – ohne ein Arschloch zu sein. Es geht halt um was. 

Absolut verständlich. 

Pure Chlorine: Genau. Wenn alle ihr Ego versorgen wollen, kommen wir nicht weiter. Die erste EP hieß auch „Sorry that I smashed your ego“. Ich kann nicht jedes fragile männliche Ego betüddeln. 

Ja! Und man muss sich wohlfühlen dürfen, das auch zu sagen.

Pure Chlorine: Genau. Und ich glaube, mit dem Auftreten jetzt – auch auf Instagram – kommt es schon so rüber: Das ist mein Projekt.

Und wie ist Pure Chlorine damals eigentlich entstanden? Wir haben jetzt viel über die Phasen gesprochen, aber gar nicht, warum du das überhaupt gründen wolltest. 

Bild der Musikerin Pure Chlorine
Pure Chlorine © Rosa Knecht

Pure Chlorine: Es waren David, ich und noch jemand. Wir hatten eine gemeinsame Session und dabei ist der Song „Crown“ entstanden. Und das hat einfach so gut funktioniert. Vorher hatte ich zwar schon Sessions, aber nicht mit dem Ziel, dass wirklich ein fertiger Song rauskommt. Und dieses eine Mal war es eben anders – es hat sofort gepasst.

Und dann habt ihr beschlossen, das weiterzumachen?

Pure Chlorine: Genau. Wenn es schon beim ersten Mal so gut klappt, dachte ich: Lass uns das öfter machen. Und so haben David und ich uns dann als Team total gut eingespielt. Wir haben den Prozess eigentlich gemeinsam von Anfang an aufgebaut.

Wenn du jetzt sagen müsstest, in welcher Phase du dich gerade befindest – mit der neuen EP zum Beispiel – wie fühlt sich das an? 

Pure Chlorine: Hm. Die erste EP war Sorry that I smashed your ego”. Da habe ich gemerkt: Ich muss besser auf mich selbst achten. Dann kam “Pure Chlorine Problem” – da ging es darum zu erkennen, dass die Leute um mich herum manchmal das Problem sind … aber ich selbst auch. Wir haben uns damals echt mit unserem toxischen Schreibprozess auseinandergesetzt. Es war oft so: „Okay, trinken wir noch was, damit der Song fertig wird.“ Das war einfach nicht nachhaltig.

Und jetzt?

Pure Chlorine: Jetzt kommt Healing is brutal”. Das ist quasi unser Weg raus aus diesem toxischen Loop. Wir wollen weitermachen, aber gesünder. Sonst geht es nicht. In der Musikszene siehst du ja oft Leute, die ständig was konsumieren. Nicht alle, klar – aber es gibt viele verkappte Junkies. Gerade sensible Menschen sind oft nicht gemacht für Fame.

Dabei senken Alkohol oder andere Drogen ja nicht nur Hemmschwellen, sondern machen dich auch sensibler und reizbarer.

Pure Chlorine: Aber niemand will das einsehen! Besonders bei Konzerten ist das komplett normalisiert.

Wie gehst du persönlich damit um?

Pure Chlorine: Ich nehme keine harten Drogen. Ich trinke auch keinen Alkohol. Und weil ich das nicht mache, fällt mir noch mehr auf, wie krass viele sich wegschießen. Wenn man außerhalb der Szene sagt, „ich geh mal saufen“, ist das normal – aber wehe, du sagst, du ziehst dir was rein. In der Musikwelt wird das viel öfter unter den Tisch gekehrt. Ich will mich zwar in dieser Szene bewegen, aber ich will da nicht mitmachen. Es tut mir einfach nicht gut.

„KEIN SPAß MIT ALKOHOL IST DAS WERT. ES ZIEHT MICH ZU SEHR RUNTER.”

Es ist halt so dieses klassische Phänomen – du bist nüchtern auf einer Party und denkst dir: Wow.

Pure Chlorine: Genau. Und dann kommen so Kommentare wie: „Wie kannst du das eigentlich?“ – Ich denk mir nur: Ich will das gar nicht können. Und klar, viele Freund:innen trinken Alkohol, das ist auch okay. Aber wenn es zum Job gehört, ist es ein Problem.

Diese emotionale Kater-Stimmung am Tag danach…

Pure Chlorine: Ja, genau. Ich war am nächsten Tag immer depressiv. Und dachte mir: Ist halt ein Kater, geht allen so. Aber irgendwann habe ich gemerkt: Kein Spaß mit Alkohol ist das wert. Es zieht mich zu sehr runter.

Das war für mich auch einmal eine Schlüsselerkenntnis.

Pure Chlorine: Und gleichzeitig werden junge Leute auch früher unentspannt. Viele gehen heute mit 14 ins Gym. Früher wolltest du heimlich rauchen oder saufen. Heute pumpen sich die Kids auf. Das ist auch nicht unbedingt gesünder.

Es ist nur eine andere Form von Zwang.

Pure Chlorine: Total. Entweder du schießt dir die Birne weg oder du stürzt dich komplett in Selbstoptimierung. Es gibt da wenig Lockerheit.

Vergleichst du dich selbst viel mit anderen auf Social Media?

Pure Chlorine: Ja, leider. Ich bin schon viel drauf, aber ich merke, wann ich aufhören muss. Wenn es kippt und ich nur noch Vergleiche ziehe oder mir selbst Vorwürfe mache, leg ich es weg. Ich kann den Content dann auch gar nicht mehr genießen.

Weil man nur noch Highlights sieht?

Pure Chlorine: Ja, genau. Releases, Tour-Dates, alles glänzt. Und wenn ich grad nichts zum Posten habe, denke ich mir: Shit, mein Leben ist leer. Was kompletter Bullshit ist – aber es fühlt sich dann so an. Und ich sehe das auch bei Freund:innen. Auf Social Media sieht alles perfekt aus, aber die Realität ist oft ganz anders.

Ich glaube, das ist auch wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen: Das ist eine andere Welt.

Pure Chlorine: Voll. Es ist nicht die Welt der Musik – es ist die Welt der Präsentation.

Und ich habe das Gefühl, je weniger wir uns um persönliches oder gemeinschaftliches Healing kümmern, desto mehr vereinzeln wir. Jeder denkt nur noch, er muss allein heilen.

Pure Chlorine: Genau. Und das führt ja auch nur in Einsamkeit, in Depression. Die Gemeinschaft wird dabei oft vergessen – dabei ist sie eigentlich das, was uns stärkt. Ich merke es bei mir selbst: Wenn es mir schlecht geht, isoliere ich mich. Aus Selbstschutz vielleicht, keine Ahnung. Aber eigentlich würde es mir besser gehen, wenn ich einfach wen anrufe und sage: „Komm vorbei.“ Nur, ich mache es halt nicht.

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Das geht, glaube ich, vielen so.

Pure Chlorine: Ja, total. Und durch diese ständige Verfügbarkeit online wirkt es, als wären wir ständig Teil von irgendeiner Gemeinschaft, aber eigentlich sind wir es nicht. Manchmal wäre es besser, man trifft sich einfach öfter im Kaffeehaus. Redet mit Leuten, statt mit 15 Leuten auf Instagram hin und her zu schreiben.

Und dann bastelt man zwei Tage lang an einem Reel, und es ist nach 24 Stunden aus allen Feeds verschwunden.

Pure Chlorine: Ja, voll. Es wird einem dadurch einfach alles aus dem Kopf gerissen.

Lass uns ein bisschen tiefer in den Inhalt der neuen EP eintauchen. Magst du mich durch die Songs führen – was ist die Geschichte, die du erzählst?

Pure Chlorine: Es beginnt mit einem Wecker, dieser Moment des Verdrängens. Ich will eigentlich noch nicht aufstehen. Dieser Schwebezustand kurz vor dem Einschlafen. Und dann kommt der erste Track: “Chemicals”. Da geht es um die Idee, dass Gefühle eigentlich nur chemische Reaktionen im Hirn sind. Es ist nicht weniger real deswegen, aber es macht es manchmal leichter, Dinge einzuordnen.

Ich mochte die kleinen Alltagsgeräusche da sehr – das hat mich an K.Flay erinnert.

Pure Chlorine: Voll cool, danke! Wir arbeiten gern mit Sounds aus dem Alltag. Meine Kaffeemaschine hat ein komisches Geräusch gemacht und das haben wir direkt eingebaut. Wenn du Geräusche hörst, die du kennst, wirkt alles gleich vertrauter.

Nach „Chemicals“ kommt dann „Hiccups“, oder?

Pure Chlorine: Genau. Da geht es ums Aufwachen mit einem emotionalen Kater. Ich weiß dann schon beim Aufwachen: Heute wird es nicht gut, weil es gestern zu gut war. Und dann versuche ich, meine inneren Dämonen zum Lachen zu bringen und sie irgendwie zu unterhalten. Die sind halt da, sie gehören zu mir. Das ist kein extra Charakter, sondern ein Teil von mir.

Der Song hat was Humorvolles.

Pure Chlorine: Ja, das war uns wichtig. Healing ist auch Selbstreflexion – und manchmal ist das einfach absurd. Dann hilft Humor. Die EP ist spielerischer als frühere Sachen. Weil man manchmal einfach über sich selbst lachen muss, sonst wird es zu schwer.

„ÜBERTRIEBENE DRAMATIK HILFT MANCHMAL BEIM VERARBEITEN”

Und dann kommt „OMG LMAO“?

Pure Chlorine: Genau. Der Song ist auch ein bisschen aus einer hitzigen Diskussion entstanden. David und ich haben Leuten erzählt, dass wir 100 Songs schreiben wollen und die Reaktion war oft so: „Warum?“ Und dann kam von uns nur noch: „OMG – LMAO.“ Wir wollen das nicht mehr erklären. Wer es versteht, versteht.

„LMAO“ gibt mir richtige 2010-MSN-Messenger-Flashbacks.

Pure Chlorine: Meine Schwester hat früher immer „OMG“ geschrieben, und ich war so: „Was heißt das überhaupt?“ Ich finde es so spannend, wie sich die Sprache verändert. Das zeigt sich auch beim Schreiben – viele Sachen, die ich vor ein paar Jahren geschrieben habe, würde ich heute so nicht mehr sagen. Aber sie spiegeln den Moment, die Zeit wider. Und manchmal gewinnen Texte Jahre später wieder an Relevanz.

Und dann kommt „Poor Me“ – was steckt da dahinter?

Pure Chlorine: Ich komm ganz gut in diesen Selbstmitleids-Modus: „Alles ist scheiße, niemand versteht mich.“ Und dann muss ich mich selbst stoppen: „Hör auf, Pure Chlorine!“ Es ist ein Catching-Moment. Man nimmt sich selbst nicht so ernst. Ich hab mal gehört, wenn dir was Blödes passiert, sag einfach: „Das passiert doch immer mir!“ und lache drüber. Diese übertriebene Dramatik hilft manchmal sogar beim Verarbeiten.

Und dann? Wieder aufwachen?

Pure Chlorine: Ja, genau. Groundhog Day. Endless Loop. Wir fanden das als dramaturgischen Rahmen total spannend – diese Zyklen, die Healing mit sich bringt.

Was sind eigentlich eure Ziele – mit den 100 Songs, mit der EP, mit dem Album?

Pure Chlorine: Wir sind jetzt ungefähr bei Song 50. Es dauert noch, aber es geht darum, dass wir uns als Writer:innen weiterentwickeln. Ich hatte eine Phase, da fühlte ich mich ausgeschöpft. Und dann ging es nicht weiter. Aber Schreiben ist mein Ding. Und man schreibt auch ganz anders, wenn man weiß: Vielleicht kommt das nie raus. Dann wird man ehrlicher.

Und aus dieser Schreibpraxis sind dann auch die EP-Songs entstanden?

Pure Chlorine: Genau. Wir haben gemerkt: Oft kommen da fünf Songs zusammen, die thematisch zusammenpassen. Und dann machen wir daraus eine EP. Wir wollen nicht ewig warten, bis wir ein Album fertig haben. EPs sind auch näher dran am Jetzt.

Und Fans wollen dann oft trotzdem den „alten Sound“ zurück.

Bild der Musikerin Pure Chlorine
Pure Chlorine © Rosa Knecht

Pure Chlorine: Ja, voll. Ich habe mich da ein bisschen von Panic! At The Disco inspirieren lassen. Die haben mit jedem Album ganz anders geklungen, und das fand ich immer geil. Ich mache das Ganze ja für mich, nicht für einen Algorithmus. Sonst wird es kapitalistisch, und das will ich nicht.

Wenn ihr schon bei 50 Songs seid, dann fehlt ja nur mehr die Hälfte, oder?

Pure Chlorine: Genau. Und wir merken jetzt schon: Der Blick hat sich verändert. Anfangs dachten wir: „Mit diesen zehn Songs könnten wir ein Album machen.“ Jetzt wissen wir: Nope. Wir bauen das Album dramaturgisch. Da sagen wir dann: „Wir brauchen einen Song für die Mitte“, oder „einen für den Schluss“. Das ist ein ganz anderer Zugang.

Das finde ich total nachvollziehbar – oft erkennt man erst im Rückblick, was ein wichtiger Schritt war.

Pure Chlorine: Total. Deshalb schreiben wir einfach weiter. Alles Teil des Wegs.

Geil! Und ihr geht ja auch auf Tour, oder?

Pure Chlorine: Ja! Wir fahren im Juli auf England-Tour – ich freue mich riesig.

England? Cool, wow.

Pure Chlorine: Mega cool! Ich freue mich echt total drauf und bin voll gespannt auf ein anderes Publikum. Ich habe schon gemerkt, dass das in Wien ganz anders ist als zum Beispiel in Deutschland. Auch in Prag haben wir gespielt: die Leute sind da einfach gekommen und haben das ganze Set geheadbangt, ohne die Songs zu kennen. Das war so schön! Einer hat sogar das ganze Set gefilmt und in der Pause sein Handy aufgeladen, damit er den zweiten Teil auch aufnehmen kann. Die Begeisterung war irgendwie total anders! Ich bin gespannt, wie das in England sein wird.

Und wo in England?

Pure Chlorine: Wir spielen in London, Brighton, Manchester, Leeds und – ich glaube – auch in Preston.

Und im Herbst kommt noch eine Collab-EP, oder?

Pure Chlorine: Genau – die ist gerade in Arbeit, gemeinsam mit Matei (Anm. Balasoiu) aka THE HRTBRK. Da gibt es dann auch ein gemeinsames Release-Konzert. 

Mega. Gibt es noch irgendwas, das dir wichtig ist und das wir im Interview nicht angesprochen haben?

Pure Chlorine: Nein, ich glaube, wir haben echt alles ziemlich gut abgedeckt.

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß auf Tour – und danke für das schöne Gespräch.

Pure Chlorine: Danke dir! Ich freue mich schon darauf, das Interview zu lesen.

Ania Gleich 

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