
Hinter dem Namen hons verbirgt sich der in Wien lebende elektroakustische Komponist Hannes Köcher. Wer seine bisherigen Arbeiten kennt, der weiß, dass es sich hier um einen Soundtüftler handelt, der sich vor allem im experimentellen Umfeld beheimatet fühlt, der seine ganz eigene musikalische Vision verfolgend, keinerlei Konzessionen eingeht. „necessities“ ist ein Stück Musik geworden, welches genau diesen selbst auferlegten hohen Ansprüchen gerecht wird. Hannes Köcher lässt Songs entstehen, mit denen man sich als HörerIn auseinandersetzen muss. Man muss sie wirken lassen, um sie überhaupt erst fassen zu können. Gleichzeitig aber strahlt sie schon vom ersten Moment an eine seltsame und nicht wirklich greifbare Faszination aus, der man sich nur schwer entziehen kann.
GLOOM by HONS – Music Video from onehundredways films on Vimeo.

Es ist vor allem das Spiel mit Stimmungen, vor allem solche dunklerer und melancholischer Natur, welche auf „necessities“ von Hannes Köcher zur hohen Kunst erhoben wird. Die eigenwilligen, teils schräg anmutenden und maschinell-technoid pulsierenden Stücke entfalten eine den ganzen Raum ausfüllende spannungsgeladene, fast schon hypnotisierende Atmosphäre. Mit seinem Projekt hons beweist Hannes Köcher, dass in der elektronischen Musik immer noch höchst innovative Wege gegangen werden können, dass in Punkto Kreativität in diesem Genre noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Liebhaber der etwas anderen Sorte elektronischer Musik, sollten „necessities“ auf alle Fälle einer intensiveren Hörprobe unterziehen. Ein wirklich lohnenswertes Hörerlebnis. (mt)