
Die 200. Wiederkehr des Todesjahres von Joseph Haydn bietet Gelegenheit Bilanz zu ziehen über vor allem die in den letzten Jahren forcierten Forschungen im der Neurologie, Neurobiologie und -physik, sowie die sensationellen technischen Entwicklungen in der Radiologie. „lost brains“, ein Musiktheaterprojekt von Wim van Zutphen, Andreas Unterweger und Johann Steinecker, führt in eine virtuelle Welt, die mit Hilfe von Filmsequenzen, bewegenden Bildern in Echtzeit und einer computergesteuerten Lichtregie das Schaffen Joseph Haydns transzendiert. Die Visualisierung basiert auf einem System des Echtzeit-Compositing: Visuelle Inhalte entstehen zum einen Teil aus mathematischen Beschreibungen von Systemen, beziehungsweise aus bestehenden Matrizen, zum anderen Teil werden vorproduzierte Inhalte (Film, 3D-Animation, visuals) durch gewisse Regeln (mathematisch fix vorgegeben oder auch durch zufällige Prozesse) in Echtzeit hinzugefügt. Ein spannendes audiovisuelles Experiment mit dem AustrianArtEnsemble.
Ganz im Zeichen der Musikvermittlung steht das am 14. November in Kooperation mit der Musikschule Spittal stattfindende Projekt EXPAN im Musiksaal des Schlosses Porcia in Spittal an der Drau. Auch in diesem Jahr werden erneut sechs KomponistInnen präsentiert, die je ein Stück für SchülerInnen der Musikschule Spittal sowie für das Trio EXPAN 2010 mit Fritz Kronthaler (Klarinetten), Claudius v. Wrochem (Violoncello) und Christoph Hofer (Akkordeon) beisteuern. Zur Aufführung gebracht werden diesmal Werke von Beatrice Barazzoni, Georg Gottschamel, Elisabeth Harnik, Jean-Baptiste Marchand, Veronika Simor und Simon Vosecek.
Seine Fortsetzung findet die Herbstkonzertreihe des IZZM am 14. Dezember in der Altkatholischen Kirche in Klagenfurt mit der Aufführung des Werkes „feuer.leben“ von Bruno Strobl. Es spielt das Ensemble der Internationalen Hofhaimergesellschaft Salzburg unter der Leitung von Herbert Grassl.
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