GUDRUN VON LAXENBURG – „PANIC!“

Energie, Energie, Energie: So sieht die korrekte Kurzreview zum Debütalbum von GUDRUN VON LAXENBURG aus. Das Trio, das schon seit vielen Jahren für abseits vom Mainstream angesiedelten tanzbaren Techno steht, präsentiert nun endlich sein Album „PANIC!“ (Skint/BMG). Und man kann gleich eines darüber sagen: Mit dieser Platte muss man schwitzen.

Aber nicht, weil der Sound so unerträglich ist oder gar die Geräuschkulisse dermaßen unheimlich ist, dass man sich in einem Horrorfilm wähnt. Nein, man kann in diesem Fall einfach nicht aufhören zu tanzen, geschweige denn, den Anfangsimpuls abzuwehren, der einen überhaupt einmal zum Mitwippen gebracht hat.

Die Songs krachen rein, ohne Skrupel und Unterlass. Man nehme da einfach nur als Beispiel die Single-Auskopplung „Revolution“. Das Lied mag ja lieb starten, so ein bisschen wie die Aufwärmrunde im Fitnessstudio: Noch ganz relaxt steigt man auf das Ergometer und denkt sich: „Ist eigentlich ganz okay so.“ Dann steigert man den Steigungsgrad und das Tempo und findet sich schließlich in einer Art Trance wieder, wo man gar nicht mehr aufhören kann, in die Pedale zu treten.

Dieses Video auf YouTube ansehen.
Hinweis: Mit dem Abspielen des Videos laden sich sämtliche Cookies von YouTube.

Perfekte Tunes fürs Fitnessstudio

Und auch wenn dieser Vergleich wenig mit der Bewertung der eigentlichen Musik hat, kann man sagen, dass selbst Menschen, die nicht die größten Fans von Electronic sind, in dieser Platte einen großartigen Workout-Begleiter finden. Die Beats sind harsch, aber nicht so sehr, dass sie als experimentell oder kühl beschrieben werden können. Sie sind nicht so tief und basslastig, dass man andauernd nur auf den Drop wartet. Gleichzeitig geben sie den Melodien aber die notwendige und moderne Tiefe. Ohne Bass geht es ja auch nicht.

Cover “Panic!”

Die Melodien selbst haben dieses treibende Element inne. So fühlt man sich von dem Song mitgespült und wundert sich nach den letzten Klängen, dass das jetzt wirklich ganze vier Minuten waren. Das verleitet natürlich dazu, die Lieder immer und immer wieder anzuhören, um sie vollends zu erfassen. „Moving Water“, das von der Schweizer Sängerin Eloui unterstützt wird, ist so ein Lied, in dem man sich leicht verlieren kann.

Treibende Melodien vor wabernden Bässen

Ihre Stimme wird perfekt von den wie Nebelschleier wabernden Beats umrahmt. Durch präzise gesetzte Voice-Effekte bekommt das Ganze einen durchscheinenden, gleichzeitig verwässerten Klang. Das Video zu „Moving Water“ ist zu Recht für den Österreichischen Musikvideopreis beim Filmfestival Vienna Shorts nominiert, denn der Science-Fiction-Ansatz passt sich perfekt an diesen elektronischen Song an.

Dieses Video auf YouTube ansehen.
Hinweis: Mit dem Abspielen des Videos laden sich sämtliche Cookies von YouTube.

Die interessanten Mischungen aus tanzbaren Beats und kreativem Producing hat das Trio Gudrun von Laxenburg nicht nur bei der tanzwütigen Meute beliebt gemacht. Sein Debütalbum „PANIC!“ erscheint unter dem Label „Skint“, das von Fatboy Slim gegründet wurde. Man kann sich sicher sein, dass zu „PANIC!“ noch einige Frühsommernächte durchgetanzt werden.

Anne-Marie Darok

Links:
Gudrun von Laxenburg
Gudrun von Laxenburg (Facebook)