
Weitere Höhepunkte des diesjährigen Festival Retz „Offene Grenzen“ sind zweifellos der Liederabend „Götter und Helden“ des international renommierten Baritons Mathias Hausmann und das musikalisch-literarische Programm „Orpheus“ des Merlinensemble Wien mit Kompositionen von Franz Liszt, Volker David Kirchner, Anestis Logothetis, Henry Purcell und Olivier Messiaen. Darüber hinaus erwartet die Zuseher unter dem Titel „Kunst und Kulinarik“ ein vielfältiges Konzertprogramm im Festivalgarten des Althof Retz, einem beliebten Treffpunkt für Besucher und Mitwirkende. In diesem Sommer werden Agnes Palmisano, das Bläserensemble Federspiel, Hans Tschiritsch und Otto Lechner, sowie die Formation JuJu musikalisch hochklassige Unterhaltung bieten.
Orpheus ist zweifellos einer der beliebtestens Stoffe der Literatur- und Musikgeschichte. Doch so mitfühlend und zugleich musikalisch vergnügte wie in Georg Philipp Telemanns Vertonung hat man dieses in den Methamorphosen des Ovid überlieferte Thema über die Macht der Liebe und die Macht der Musik vielleicht niemals zuvor und auch seither nicht gehört. Die verschollen geglaubte, dann aber vor 30 Jahren in den Privatarchiven der Grafen von Schönborn wiederaufgefundene Partitur dieses Meisterwerkes kommt nun beim Festival Retz zur szenischen Aufführung – und das in erlesener Besetzung.
Für die Aufführung konnten neben dem bewährten Team um Dirigent Andreas Schüller und Regisseurin Monika Steiner mit Mathias Hausmann (Orpheus) und Katharina Stummer (Eurydike) erneut jene Protagonisten gewonnen werden, die in den vorangegangenen Jahren mit hervorragenden Leistungen glänzten. Neu im Ensemble sind die Sopranistinnen Bernada Bobro (Orasia), Mara Mastalir (Ismene) und der Bass-Bariton Yasushi Hirano (Pluto). Gemeinsam mit den Solisten werden der vielfach ausgezeichnete Chor LabyrintheVocalensemble und das kammermusikalische Orchester ensemble continuo diese musikalische Rarität auf Originalklang-Instrumenten in der wunderbaren Akustik der Kirche St. Stephan erklingen lassen.
Foto Merlin Ensemble Wien: Archiv Walch