
Hört man sich die Musik dieser Formation an, wird eines sofort klar, Federspiel kümmern sich nicht die Spur um irgendwelche traditionellen stilistischen Dogmen. Ayac Iuan Jimenez Salvador (Trompete), Robert Puhr (Tuba), Frédéric Alvarado-Dupuy (Klarinette), Philip Haas (Trompete), Matthias Werner (Posaune), Thomas Winalek (Posaune) und Simon Zöchbauer (Trompete, Zither, Gesang) lassen sich, wenn es um das Musikalische geht, von Berührungsängsten in keinster Weise einschränken. Hier regieren hörbar die Liebe zum freien Spiel sowie der Wille, sich in allen möglichen klanglichen und stilistischen Formen auszudrücken.
Was die 2005 in Krems gegründete Truppe auf unnachahmlich Weise zelebriert, ist die hohe Kunst des Crossovers, das Zusammenführen und Vereinigen des scheinbar Entgegengesetzten. Wobei natürlich die Herkunft der einzelnen, an diesem ungemein spannenden Projekt Beteiligten keine unwesentliche Rolle spielt. So finden sich in den musikalisch sehr abwechslungsreichen Stücken unterschiedlichste Elemente mitteleuropäischer Volkmusiktraditionen – von der Polka über den Walzer und das Wienerlied bis hin zum ungarischen Csárdás ist alles in irgendeiner Form dabei- genauso wieder, wie solche der mexikanischen Musik. Dem nicht genug, erweitert das mit einer ordentlichen Portion Spielwitz agierende Ensemble diese ohnehin schon sehr facettenreiche Mischung um Einflüsse aus der Popmusik. Ein Mischung, die die Musikliebhaber, wie sich zeigt, in hohem Maße zu begeistern weiß. (mt)
Federspiel