
“In den 1970ern war Linz grau und tot”, heisst es im Film. Bis einige junge Leute das Cafe Landgraf zur Spielstätte der Stahlstadt-Bands auserkoren, wie “Willy Warma” oder die “Mollies”, um nur einige zu nennen. Wenig später öffnete die Stadtwerkstatt ihre Pforten, die in den 1980ern auch für internationale Bands wie die “Einstürzenden Neubauten” oder “Sonic Youth” zu einer beliebten Anlaufstätte wurde.
Nebenher waren im “Elektro-Schmidt” bereits elektronische Sounds zu hören und das KAPU, eigentlich ein Kulturzentrum der sozialistischen Jugend, war zum Höhepunkt der Hardcore-Welle Mitte der 1980er mit Bands wie “Target Of Demand” oder “Stand To Fall” eine zentrale Schaltstation dieser Szenerie in Österreich. Aber da waren nicht nur jene Leute, die Hardcore lebten und liebten, sonder auch die Punks und die “Hippies”, wie Thomas “Baua” Hauer, Punk und Plattensammler im Film recht eindrucksvoll erzählt.

Die Achtziger in Linz sind wie ein Fernsehapparat, wo du ständig auf einen weiteren Kanal schalten kannst und da ist ständig Programm. Und das ist für eine kleine Stadt schon faszinierend, wie viel Programm da eigentlich läuft. (Markus Binder – Attwenger, Urfahrer Durchbruch, Die Goas)
Der Film “Es muss was geben” gibt Einblick innerhalb einer bestimmten Zeitspanne einer Stadt, in der es nichts gegeben hat. Was es dann aber alles gab und was alles entstand, erzählen uns Beteiligte, die heute noch immer ihr kreatives Unwesen treiben und die jetzt noch teilweise aktiver sind als je zuvor. Prädikat: absolut empfehlenswert!