Elis Noa (c) Doris Winder

ELIS NOA – „High“

Ein Popsound, der einmal wirklich erfrischend anders daherkommt – der Wiener Vierer ELIS NOA macht auf seinem Erstlingswerk „High“ (Ken37 Records) auf richtig schöne Art vor, dass man im Pop immer noch eigene Akzente setzen kann.

Elektronischer Pop, der sich auf kunstvolle Weise über alle Grenzen hinwegsetzt, und das sowohl musikalisch wie auch im Klang. Elis Noa zeigen sich auf ihrer nun erscheinenden Debüt-EP als eine Band, die vor allem eines will, nämlich eigenständig klingen. Elisa Godino (Gesang, Synth), Aaron Hader (Saxofon, Synth), Angel Vassilev (Synth, Keys) und Michael Schatzmann (Schlagzeug) – die vier Köpfe hinter dem etwas aus dem Rahmen fallenden Musikprojekt – entfernen sich mit ihrem sehr eigenwilligen Ansatz doch sehr weit von dem, was sonst im Sektor Pop heutzutage zu Gehör gebracht wird.

Eine spannender, weil eigenwilliger Klangmix

Cover “High”

Mehr, als man es gewohnt ist, wird hier mit den einzelnen klanglichen Elementen und stilistischen Kombinationsmöglichkeiten herumexperimentiert. Die Wiener Band verbindet mit einer hörbaren Liebe fürs Detail Vergangenes mit Neuem, einen gewissen 1980er-Jahre-Popeinschlag mit Einflüssen aus anderen Genres zu etwas sehr eigenem und vielschichtigen Ganzen.

Im Tempo fast durchgehend gedrosselt offenbaren sich die Nummern von Elis Noa als eine sehr interessante und wirklich hervorragend funktionierende Mischung aus Synthie-Pop, Trip-Hop, Elektronik und Jazz. Den Soul – und damit das Leben – in die ganze Sache bringt Sängerin Elisa Godino hinein, die mit ihrer von ausdrucksstark bis zerbrechlich erklingenden Stimme dem Dargebotenen seinen unverkennbaren Stempel aufdrückt. Der Sound des Wiener Vierers entfaltet sich in einer geheimnisvollen Art und entwickelt dabei eine ganz besondere Stimmung, die genauso ihre packenden melancholischen Momente hat wie auch ihre richtig schön lässigen und smoothen.

Alles in allem kann man in diesem Fall von einem wirklich sehr gelungenen Erstlingswerk sprechen. Elis Noa beweisen auf „High“ wirklich Qualitäten, solche, die mit Sicherheit nicht unbemerkt bleiben werden.

Michael Ternai

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