Eine große österreichische Pophoffnung: Left Boy

Es gibt sie erfreulicherweise immer wieder. Die musikalischen  Überraschungen, die einen vollkommen unerwartet treffen und vom ersten Moment an begeistern, faszinieren und fesseln. Um eine genau solche handelt es sich auch bei Left Boy alias Ferdinand Sarnitz. In Österreich geboren und in New York seine Musikkarriere vorantreibend, wird der 23-jährige Elektroniker und Produzent aktuell als eine ganz heiße Aktie gehandelt. Und das weltweit. Die inzwischen mehr als 150.000 Klicks auf sein Video „Outro“ auf You-Tube sprechen für sich. Der Sohn der renommierten österreichischen Ausnahmekünstlers Andrè Heller, der bereits mit 16 Jahren seine ersten Rapsongs und Beats produziert hat, trifft mit seinem Sound ganz den Zahn der Zeit. Irgendwo zwischen Electro, Pop, Dubstep und Hip Hop bringt er Songs auf den Weg, die einfach vom ersten Ton an zünden. Hier passt alles: die Melodien mit Ohrwurmcharakter, die unglaublich fetten Beats, die verwendeten Samples, die Texte, die wirklich erstklassige Produktion und, und, und. Kein Wunder also, dass bei Left Boy inzwischen auch solch international bedeutende Labels wie etwa Dim Mak die Türe einlaufen.

Gäbe es für den Coolheitsfaktor von Songs eine Wertung, die von Left Boy würden mit Sicherheit die Höchstnote erhalten. Was der Wiener und Wahl-New Yorker musikalisch auf die Beine stellt, hat einfach die Klasse, international für Furore zu sorgen. Eine stetig anwachsende Fanschar, vielumjubelte Mixtapes und Veröffentlichungen, ausverkaufte Konzerte in den Clubs der Metropolen der Welt zeigen sowie sie Präsenz in international bedeutenden Indiecharts, dass sich Left Boy auf dem besten Weg befindet, sich als ernstzunehmende Größe im Popbusiness zu etablieren. Musikalisch hat Ferdinand Sarnitz auf jeden Fall seine Lektion gelernt. Er weiß, wie man mitreißende Beats bastelt, er weiß um die Wirkung sich sofort in den Gehörgängen festsetzender Melodien, er weiß ganz exzellent im Flow zu rappen und um die Verwendung von Samples als stilbildendes Element seiner Musik, und er weiß, wie man aus den vielen stilistischen Versatzstücken mitreißende und mainstreamtaugliche Songs entstehen lässt.

Was der mit vielen verschiedenen Talenten ausgestattete 23-Jährige, der sich nach New York aufgemacht hat, um dort Musik und Tontechnik zu studieren, ebenfalls vortrefflich versteht, ist, seinen Songs und sich als Künstler auch selbst über selbstproduzierte hochprofessionelle Videos auch eine edle und wirklich coole  visuelle Ästhetik zu verleihen. Bei so viel kreativem Potential kann man sich sicher sein, dass der gebürtige Wiener noch lange nicht m Ende der Fahnenstange angekommen ist. Wäre wirklich ein Wunder, würde man von diesem außergewöhnlichen Künstler in Zukunft nicht noch einiges zu hören bekommen. (mt)

Foto: Left Boy

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