Bild Drive Moya
Bild (c) Drive Moya

DRIVE MOYA – „The Light We Lost“

Die dreiköpfige Band DRIVE MOYA zeigt auf ihrem Debütalbum „The Light We Lost“ (Noise Appeal Records/ VÖ: 6.12.), dass Indierock nicht zwangsläufig immer den gleichen musikalischen Weg nehmen muss, sondern durchaus auch mal anders klingen kann.

Albumcover The Light We Lost
Albumcover “The Light We Lost”

Eine Version eines Rock-Sounds, die dann doch etwas anders aus den Boxen schallt, als man es sonst gewohnt ist. Drive Moya lassen es auf „The Light We Lost“ etwas ruhiger angehen. Nicht ein hoher Energielevel steht im Vordergrund, sondern das Schaffen von weiten atmosphärischen Klangräumen, in die man als HörerIn wunderbar eintauchen kann. Der aus dem Burgenland stammende Sänger und Gitarrist Christian Jurasovich (ehemals Mimi Secue und Contour) und seine Bandkollegen Simon Lee (Bass) und Sebastian Götzendorfer (Schlagzeug) stecken ihr musikalisches Feld irgendwo zwischen Indierock, Shoegaze und Post-Rock ab und kehren – was ihre Inspiration betrifft – tief in die 1990er-Jahre zurück, also in eine Zeit, in der Gitarrenmusik noch nicht glattpoliert klingen musste, sondern in Sound auch kantig und verwaschen daherkommen durfte.

Songs hypnotischer Kraft

Mit unüberhörbaren Anleihen aus dieser Zeit spielen sich Drive Moya auf ihrem Debütalbum mit verträumter und melancholischer Note durch ihre vielschichtigen Stücke. Die Band lässt es – wenn sie es überhaupt tut – nur dann lauter und noisiger werden, wenn es wirklich passt. Sonst aber regiert auf „The Light We Lost“ ein eher reduzierter und fragiler Ton, der aber – und hier offenbart sich die Stärke dieses Albums – eine starke hypnotische Kraft entwickelt. Die Melodien, Christian Jurasovichs unaufgeregter Gesang sowie das dezente Schlagzeug- und Bassspiel übersetzen sich zusammen in eine besondere gefühlvolle Schwingung, in eine, die auf ihre ganz eigene Art in ihren Bann zu zieht.

Drive Moya glänzt auf „The Light We Lost“ als eine Band, die es ausgesprochen gut versteht, mit ihren Songs Stimmung zu erzeugen. Christian Jurasovich und seine Kollegen liefern ein Debütalbum ab, auf dem sich Tiefgang und Gefälligkeit in wirklich packender Weise vereinen. Auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Album.

Michael Ternai

Links:
Drive Moya (Facebook)
Noise Appeal Records