
Mit der Band “Drechsler” kehrt Bassklarinettist Urich Drechsler an seinen musikalischen Ursprung zurück. Am 7. April gewährt die vierköpfige Formation im Wiener Gürtellokal Chelsea dem Publikum einmal mehr eine Hörprobe, wie elektronische Musik klingen kann, ohne dass die Musiker dabei auf Computer oder andere Hilfsmittel zurückgreifen. Zudem darf auch noch ordentlich abgetanzt werden.
Ulrich Drechsler ist in Österreich schon lange kein Unbekannter, gehört er doch zu den wohl umtriebigsten Musikern im Lande. Er studierte Bassklarinette und Saxophon an der Jazzhochschule Graz. Mit seiner Formation Café Drechsler erlangte der Musiker auch außerhalb Österreichs Bekanntheit. Die Band schaffte es spielend, moderne elektronische Musikströmungen wie Trip Hop, Drum´n´Bass und Breakbeat in rein akustischer Form zu spielen. Damit hat er seinen eigenen unverwechselbaren Stil gefunden. Seitdem tanzt der Ulrich Drechsler auf mehreren Hochzeiten. Der vielseitige Musiker lässt durch sein Spiel klanglich wunderbar ineinander fließende Landschaften entstehen, deren Sound einzigartig klingt.
Neben Ulrich Drechsler gehören auch noch die langjährigen Kollegen, der Kontrabassist Oliver Steger und der Schlagzeuger Jörg Miklua, sowie Zuzee von den Waxolutionists an den Turntables dem aktuellen Line Up an. Dem Quartett gelingt es auf eine fast unnachahmliche Weise, akustische und elektronische zu einem funktionierenden Ganzen zu vereinen. Grenzen, wenn es darum geht, was nun erlaubt ist und was nicht, gibt es nicht. So findet sich in den Songs eine Vielzahl unterschiedlicher Ausdrucksformen, welche in einem unverkennbaren stilistischen Gesamtkontext, der nahezu alle zeitgemäßen Sounds wie HipHop, Drum’n’Bass, Jazz, R & B oder Bossa Nova beinhaltet, ineinander greifen. Mit “Drechsler” kehrt der Klarinettist zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. Das bedeutet nichts anderes, dass Rhythmus und Tanzbarkeit wieder deutlich mehr in den Vordergrund rücken.
Schon zu unzähligen Anlässen hat das Quartett seine besonderen Live-Qualitäten unter Beweis gestellt. Konzerte entwickeln sich in den meisten Fällen zu schweißtreibenden Angelegenheiten, da das Publikum vom Dargebotenen vom ersten Ton an mitgerissen wird. Wer das Drechsleraber noch nicht Bühne zu sehen bekommen hat, sollte sich diese Möglichkeit auf keinen Fall entgehen lassen.(mt)
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Ulrich Drechsler
Chelsea