Mit der Pianistin Manon Liu Winter ist am 6. April eine der wohl außergewöhnlichsten und zudem profiliertesten Musikschaffenden der Wiener Improvisationsszene im Porgy & Bess zu Gast. Unterstützung erhält die Musikerin von einer Reihe hochkarätiger KollegInnen, wie Angélica Castelló und Franz Hautzinger. Auf dem Programm steht “Klangsucherei mit Nähe zu Feldman, Nono und Lachenmann” ebenso wie “Expressives mit Nähe zu Coltrane oder Cecil Taylor”.
Neue Musik ist niemals von allem Anfang an schön. (Arnold Schönberg)
“Improvisierte Musik zeichnet sich durch eine große Bandbreite aus und durch die Fähigkeit, vieles von dem, was musikalisch gerade in der Luft liegt, aufzusaugen, für sich nutzbar zu machen. Klangsucherei mit Nähe zu Feldman, Nono oder Lachenmann hat darin genauso seinen Platz wie Expressives mit Nähe zu Coltrane oder Cecil Taylor inklusive aller Mischformen und Übergänge dazwischen. In diesem Sinn kann man sich auf die Mischung, die hier durch das Aufeinandertreffen von so unterschiedlichen wie starken Musikerpersönlichkeiten entstehen wird, und spannende Musik freuen”. (Manon Liu Winter)
Im Projekt Winter International gesellen sich zu der Pianistin ist eine Ansammlung von AusnahmemusikerInnen wie Anette Griesriegl, Angélica Castelló, Jon Rose, Franz Hautzinger, Robin Hayward und Hannes Schweiger. Die KünstlerInnen eint die ständige Suche nach neuen akustischen Ausdruckmöglichkeiten. So erforschen sie ihre Instrumente, experimentieren mit neuen Methoden und versuchen in Form der Improvisation ihre persönliche Klangsprache zu entwickeln. Winter International ist somit ein einziges großes Klangexperiment zeitgenössischer Musik. Das dargebotene Spektrum des Ensembles reicht dabei von leisesten, subtilsten, feingewobenen Improvisationen bis hin zu wilden, heftigen, brachialen Klanggewittern. Das Publikum erwartet im Porgy daher wohl ein äußerst abwechslungsreicher und interessanter Konzertabend.

