
Die Österreichische Musikzeitschrift wurde im Jahre 1946 von Peter Lafite, dem Sohn des Komponisten Carl Lafite, gegründet. Über die Jahre hinweg hat sich die ÖMZ als eines der wichtigsten Organe für zeitgenössische Musik sowie Musikwissenschaft etabliert. Ab den 80er Jahren wurden die Zeitschrift und der Verlag von Marion Diederichs-Lafite geleitet. Im vergangenen Jahr stand das Magazin aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung vor dem Aus. Trotz intensiver Bemühungen seitens der Verantwortlichen, einer erfolgreichen Petition und der Fürsprache wichtiger österreichischer Kulturinstitutionen konnten die zuständigen Ministerien nicht dazu bewogen werden, die für den Fortbestand notwendigen finanziellen Förderungen bereit zu stellen.
Etwas mehr als ein halbes Jahr hat es gedauert, um dem tot geglaubten Magazin neues Leben einzuhauchen. Die Mühe der beiden neuen Herausgeber Daniel Brandenburg und Frieder Reininghaus hat sich, so der Eindruck nach dem Durchblättern der neuen Ausgabe (Thema: „Transformationen“), gelohnt. In ein neues, modernes Gewand gehüllt, präsentiert sich die Österreichische Musikzeitschrift ÖMZ, als ein inhaltlich sehr umfassendes, hoch interessantes und spartenübergreifendes Musikmagazin. Die Themenschwerpunkte reichen von Alter Musik bis zur Gegenwart. Neu sind die Rubriken „Lehren und Lernen“ sowie „Neue Musik im Diskurs.
Vorgestellt wird die ÖMZ am 2. Februar in der Österreichischen Gesellschaft für Musik. Die langjährige Herausgeberin Marion Diederichs-Lafite verabschiedet sich bei dieser Gelegenheit.(mt)