Foto (c) Yvette De Wit / Unsplash
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Die Europäische Kommission veröffentlicht die erste europäische Musikexportstudie in Partnerschaft mit EMEE – European Music Exporters Exchange.

Die Europäische Kommission hat am 29. Jänner 2020 die erste Studie über eine europäische Exportstrategie veröffentlicht. „A European Music Export Strategy: Final Report – Study“ beinhaltet eine eingehende Analyse über den Stand der Exportkapazität der europäischen Musikindustrie  –  sowohl innerhalb der EU-Mitgliedstaaten, als auch global. In der Studie werden die wichtigsten Herausforderungen des Sektors skizziert und praktische Lösungsansätze zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Musiksektors auf dem internationalen Markt vorgeschlagen.

Europas musikalische Vielfalt und Talente über die europäischen Grenzen hinaus zu fördern

Die Forschungsarbeit ist das Ergebnis einer einjährigen Zusammenarbeit, die von einem Konsortium unter der Leitung von Le Bureau Export mit mica – music austria, KEA und Factory 92 durchgeführt wurde. Sie untersucht die wichtigsten Themen und Einsatzmöglichkeiten, um eine weltweite Verbreitung des europäischen Repertoires zu erhöhen. Die Studie ist ein Versuch, die damit verbundenen Herausforderungen zu definieren, und Strategien und praxisorientierte Maßnahmen zu entwickeln, die vom europäischen Musiksektor mit Unterstützung der Kommission umgesetzt werden können. Ziel ist, Europas musikalische Vielfalt und Talente über die europäischen Grenzen hinaus zu fördern.

EMEE – European Music Exporters Exchange hat sich intensiv an dieser Forschung beteiligt. Die Expert*innen des Netzwerks haben internationale Berichte über Schlüsselmärkte wie Kanada, China und Südafrika erstellt und im Laufe des Forschungsjahres die in der Studie enthaltene Strategie ausgearbeitet und verfeinert. Darüber hinaus haben alle europäischen Musikexportbüros an einer Umfrage teilgenommen, um die Exportstrategien der verschiedenen EU-Länder zu erfassen. Die Studie beinhaltet auch eine Bestandsaufnahme bestehender nationaler Strategien und Initiativen, um aufstrebenden Nachwuchstalenten und deren Repertoire grenzüberschreitend zu fördern und zu verbreiten. Zudem sollen in einem nächsten Schritt erste Pilotprojekte zur Förderung des Musikexports im Rahmen von Creative Europe entwickelt und durchgeführt werden.

Europe’s got the greatest artists, let them shine

Es war eine Ehre und eine fantastische Erfahrung, ein ganzes Jahr lang als europäisches Team an der Studie zu arbeiten“ – kommentierte Corinne Sadki, Leiterin der Forschung, Kommunikation und digitalen Entwicklung bei Le Bureau Export und Vorsitzende von EMEE. „Unser Hauptziel war es, den ersten Schritt für ein ambitioniertes Projekt zu setzen, von dem wir hoffen, dass es vom gesamten europäischen Musik-Ökosystem geteilt und weitergeführt wird. Wir glauben, dass wenn Künstler*innen, Fachleute, Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission gemeinsam an einem Strang ziehen, europäische Musik den Platz erhält, den sie verdient. Europe’s got the greatest artists, let them shine.”

Co-Autor Franz Hergovich (Austrian Music Export/mica – music austria, EMEE Vorstandsmitglied) beschreibt die Zusammenarbeit und das gemeinsame Interesse folgendermaßen: „Für uns war es eine unglaublich lehrreiche und spannende Erfahrung, als Teil des Konsortiums an dieser Studie mitarbeiten zu können. Die Studie stellt einen wichtigen Schritt dar, unser gemeinsames Ziel zu erreichen: einen einheitlichen starken europäischen Markt aufzubauen und damit Rahmenbedingungen für europäische Musikschaffende und deren wirtschaftliche Partner zu schaffen, die letztlich den europäischen Musikmarkt wettbewerbsfähig machen sollen und dadurch auch die derzeit bestehende anglo-amerikanischen Dominanz im Musiksektor beenden könnten. Musik aus Europa ist unglaublich vielfältig und qualitativ hochwertig – neben wirtschaftlichen Gründen ist sie eines unserer wichtigsten identitätsstiftenden und völkerverbindenden Kulturgüter, sie sollte weltweit ihr Publikum finden.

Die Publikation ist Ergebnis eines „Call For Tenders“, der 2018 im Rahmen von “Music Moves Europe” veröffentlicht wurde. Mittels dieser Initiative sucht die Europäische Union den Dialog mit dem Musiksektor und nach neuen Wegen, dessen Bedürfnisse zu erfragen und zu unterstützen. Die Hauptziele der Studie und der Maßnahmenkatalog, wurden auf der ersten Musikexportkonferenz von Interessenvertreter*innen aus dem gesamten europäischen Musiksektor getestet und sehr gut angenommen. Die Konferenz fand im Oktober 2019 in Brüssel statt.

Die Studie zum Download: „Music Moves Europe – A European Music Export Strategy : Final Report – Study”

About EMEE

EMEE is a non-profit association made up of 24 national and regional Music Export offices from all over Europe, with its registered office based in Brussels. Our members pull together a mix of public and private funding to support European musicians, music companies and music professionals in their export strategies.
Help provided by music export offices who are part of EMEE includes funding, capacity building and training, business to business advice, international networking, business support programs and much more. Through their work, our members encourage cross border circulation, cultural diversity and economic development for music professionals and the artists they assist, while consulting, initiating and/or implementing music export policies at National, European and Global level.

Given the nature of our member’s work, EMEE is an ideal driver and resource for:

  • Expertise regarding the European music sector at a very detailed level
  • Expertise regarding the global music sector at a detailed level
  • Strategic advice on music export matters
  • Central communication for their users, European artists and music professionals
  • Databases of national and international contacts
  • Music business reports and useful research

Weiterführende Links:

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