
Es hat sich bei Destroyed But Not Defeated seit dem 2012er-Debüt einiges getan. Vor allem die Heimkehr des Gründungsmitglieds Ian Miller in seine Heimat, die USA, dürfte für den aus Lelo Brossmann (Gitarre, Bass, Gesang) und Markus Reiter (Bass, Gitarre, Gesang) bestehenden Rest der Band etwas schwerer zu verkraften gewesen sein. Den Platz des Amerikaners hinter dem Schlagzeug hat auf jeden Fall nun Clemens Franke übernommen. Doch wie sieht es musikalisch aus? Welche Auswirkung zeigt der Wechsel auf den Stil des neu geformten Trios? Nun, nach erstmaligem Durchhören von „Now For The Encore“ darf man erleichtert sagen, dass sich nicht allzu viel verändert hat. Immer noch ist es der Alternative Rock mit starker Tendenz zum Sound der Neunzigerjahre zwischen Hüsker Dü, Dinosaur Jr. und Weezer, der den Ton angibt. Sprich: Die Lautstärkeregler der Boxen, an welche die Gitarren und der Bass angeschlossen sind, dürfen auch weiterhin schon einmal bis zum Anschlag aufgedreht sein und das Schlagzeugspiel zeitweise doch mehr als gewohnt vorantreiben.
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Starkes und abwechslungsreiches Songwriting

Destroyed But Not Defeated erfinden auf „Now For The Encore“ das musikalische Rad zwar nicht neu, doch wie sie mit dem altbekannten Sound umgehen und diesen in eine neue und zeitgemäße Form pressen, darf durchaus als sehr originell und gelungen bezeichnet werden.
Michael Ternai
Foto Destroyed But Not Defeated © Niko Ostermann