„Der Druck wird als Teil des Jobs empfunden” – Rosana Corbacho (M.I. Therapy) im mica-Interview

Rosana Corbacho hat sich auf Psychologie in der Musikindustrie spezialisiert. Sie therapiert Musiker:innen und Leute, die in der Musikbranche arbeiten. Und mit ihrem Unternehmen M.I. Therapy organisiert sie Workshops, Konferenzen und Panels, um mehr Bewusstsein für die besonderen Probleme innerhalb der Branche zu schaffen und die psychische Gesundheit von Musiker:innen und Musikarbeiter:innen zu stärken. Mit Markus Deisenberger sprach sie über Stress und Ungewissheit des Jobs, das Respektieren eigener Grenzen, und warum Musiker:innen heute viel früher in die Therapie kommen als noch vor wenigen Jahren.

Sie sind klinische und humanistische Psychologin mit über 15 Jahren Erfahrung in der Musik und Musikindustrie. Was hat Sie bewegt, in diesem besonderen Feld tätig zu werden? Was hat Sie dazu gebracht, ausschließlich mit Musiker:innen und Menschen aus der Musikindustrie arbeiten zu wollen?

Rosana Corbacho: Gerade gestern habe ich bemerkt, dass es mittlerweile sogar schon zwanzig Jahre sind. Ich ging damals, vor zwanzig Jahren, nach London und begann, in der Musikindustrie zu arbeiten. Ohne auch nur ein Wort Englisch zu sprechen, wohlgemerkt. Mein erster Job war im Virgin Megastore am Piccadilly Circus.

Sie haben Platten verkauft?

Rosana Corbacho: Ja, das war mein erster Job, mein Einstieg in die Branche. Meine Freunde waren damals alle Musiker, Gitarristen, Drummer etc. und haben alle in irgendwelchen Bands gespielt, oder für Labels gearbeitet. Auch nach Feierabend ging es deshalb in meinem Leben ständig um Musik. Und zunächst war ich auch sehr dankbar, dass ich zu einer Branche gehörte, die so passioniert war, wo so viel Herzblut drinsteckte. Nach einiger Zeit habe ich dann aber auch die B-Seite dieser Leidenschaft kennengelernt. Meine Freunde kämpften hart dafür, in der Musik weiterzukommen und hatten die verschiedensten Probleme. Im Allgemeinen ging aber niemand zu irgendeinem Arzt oder in eine Therapie. Erst wenn die Probleme lange genug anhielten oder überhandnahmen, gingen sie zu jemandem. Und die erste Antwort, die sie dort bekamen, war: Such dir einen anderen Job, wechsle die Branche!

Raus aus der toxischen Industrie?

Rosana Corbacho: Ja, es sah ganz so aus, als ob die Therapeut:innen nicht wussten, dass Musik mehr ist als einfach nur ein Job, den man so mir nichts dir nichts ad acta legt. All die Leute, die ich kannte, gingen daher nur einmal und dann nie wieder zur Therapie. Ich war echt überrascht, dass niemand in London – in einer Stadt, die so viel mit Musik zu tun hat – sich ernsthaft mit den Problemen dieser Menschen auseinanderzusetzen schien. Also habe ich Psychologie studiert, während ich in der Musikindustrie arbeitete. Das war der Anfang von allem. Weil ich helfen wollte.
Und ich fühlte, dass es mit etwas Kleinem oder Kurzem nicht getan war. Ich brauchte Wissenschaft. Denn das, was da passierte, war gleichermaßen groß wie gefährlich
Und so begann ich neben dem Arbeiten zu studieren. Beides Vollzeit. Das war extrem.

Was genau haben Sie studiert?

Rosana Corbacho: Normale Psychologie, weil es nichts Spezifisches gab. Und dann habe ich den Master in klinischer Psychologie gemacht. An einer offenen Universität in Spanien. Und ich wollte nebenbei in verschiedenen Jobs in der Industrie arbeiten, um zu sehen, wo genau die Probleme liegen, vor allem was die gemeinsamen Probleme sind, und worin die Unterschiede zu anderen Bereichen bestehen. Ich arbeitete mit Musiker:innen, ich arbeitete als Musikerin, ging auf Tour, d.h. arbeitete als Tourmanagerin, als Managerin und sogar als Journalistin. Und ich arbeitete in einer Booking-Agentur. Mein erster Job als Psychologin war dann aber außerhalb der Musikindustrie, in einem Zentrum für Suchtkranke. Währenddessen fing ich schon an, an Konferenzen in ganz Europa teilzunehmen und Gespräche zu führen. Ab dem zweiten Jahr nahm ich in meiner Praxis niemanden mehr auf, der nicht aus der Kunst bzw. aus der Musik kam. Und ich arbeitete auch auf der Kino-Seite. Es gibt ein paar Gemeinsamkeiten zwischen der Film- und der Musikwelt, aber auch Unterschiede.

„Wenn man sein ganzes Leben einer Sache widmet, ergibt sich daraus eine ganze Menge an Problemen.”

Was mich zur nächsten Frage führt: Mit welchen besonderen Problemen hat die Welt der Musik zu kämpfen? Man könnte ja meinen, dass psychische Probleme psychische Probleme sind.  Depression ist Depression, und Burn-out bleibt Burn-out, und das behandelt man auch gleich, egal ob es sich beim Erkrankten um einen Maurer oder um einen Musiker handelt.

Rosana Corbacho: Die Diagnosen sind die gleichen, ja. Es ist nicht so, dass wir in der Musik besondere Typen hätten. Aber: Angst und Depression sind bei Musiker:innen viel häufiger. Der Prozentsatz liegt bei auftretenden Künstler:innen vier Mal höher als in der restlichen Bevölkerung. Das sind die traurigen Zahlen. Das Wichtigste aber ist, dass in der Musik die Identität sehr eng mit der Arbeit verbunden ist. Warum? Weil es nicht nur Arbeit ist. Ich bin ein Klavierspieler, ich bin eine Sängerin. Du tust das dein ganzes Leben lang. Klassische Musiker:innen starten ihre Karrieren oft schon mit fünf Jahren. Und sie haben von da an den ganzen Druck, sie beziehen all die Stärkung, all den Selbstwert, aus der Arbeit. Und wenn etwas Schlechtes passiert, eine Verletzung, eine globale Pandemie, wirkt sich das negativ auf die ganze Person aus. Es ist, als wäre keine Basis da, als gäbe es keine eigenen Beine, auf denen man stehen kann. Wenn man sein ganzes Leben einer Sache widmet, ergibt sich daraus eine ganze Menge an Problemen.

Problematisch ist auch, wie künstlerische Tätigkeit von der Gesellschaft aufgenommen wird. Oft fehlt es da an Verständnis und Empathie. Wenn die Gesellschaft, das Publikum also, Musik genießt, in welcher Form auch immer, ist das immer mit positiven Emotionen verbunden. Wenn dann jemand aus der Musikwelt kommt und sagt: „Ich habe Probleme, ich bin deprimiert, unglücklich, ausgebrannt, ich habe Selbstmordgedanken“, verstehen die Leute das erst mal nicht. „Warum? Du wirst doch für deine Leidenschaft bezahlt.“ Dass da jemand darunter leiden kann, ist erst mal schwer zu verstehen. Die Unzufriedenheit müsse einen anderen Grund haben, meinen dann viele, Drogenmissbrauch etwa. Das sei der wahre Grund. Da gibt es also schon einige Besonderheiten. Ich arbeite auch viel mit Menschen, die touren. Mit großen Crews. Und das ist noch einmal besonders. Eine ganz eigene Welt, eine Art Zirkus mit einem ganz eigenen Weltbild. In der klassischen Musik ist das sehr ähnlich. Das kann einen stark isolieren. Oft werden daher Ängste, weil sie einen an der Jobausübung hindern, lange versteckt und überspielt, was zu Krankheiten führen kann. Eine spezielle Angst nicht zuzulassen, sie schlicht zu verdrängen, kann viel Schlimmeres bewirken.

Ängste und Depressionen sind unter Musiker:innen viermal häufiger als in der restlichen Bevölkerung, sagen Sie. Was sind die Gründe dafür? Hat es mit Ungleichheit zu tun, mit unterschiedlichen Kräfteverhältnissen? Hat es mit dem Imposter-Syndrom zu tun? Musiker:innen neigen dazu, sich ganz stark mit Kolleg:innen zu vergleichen, die vielleicht erfolgreicher sind als sie selbst. Hat es mit den Selbstoptimierungszwängen unserer Gesellschaft zu tun?

Bild Rosana Corbacho
Rosana Corbacho © Pablo Gallardo

Rosana Corbacho: Da gibt es verschiedene Schichten. Das eine ist, was wir in die Karriere einbringen: Eine harte, u.U. traumatisierende Ausbildung. Dann gibt es einen starken Wettbewerb und eine große Unsicherheit, wovon man seine Miete bezahlen wird. Und an die Pension kann sowieso keiner denken. Sich irgendwann zu Ruhe zu setzen, ist schlicht und ergreifend undenkbar. Es gibt also sehr viel Druck. Dazu kommt die Verfassung, in der sich unsere Welt gerade befindet, und Social Media, wo ich ständig mitverfolgen kann, was andere gerade machen. Und all dieser Druck wird als Teil des Jobs empfunden. Das gehört einfach dazu, heißt es. Der Druck, den man schon nach dem Aufstehen empfindet? Normal. Haben alle! Du kämpfst? Das ist normal, tun alle! Du schläfst nicht? Auch das ist normal. Du hast Angst, du nimmst Medikamente? Mein Gott, das ist nur eine Phase, solche Phasen hat jeder einmal. Das gehört alles dazu, it´s part oft he game! Diesen verharmlosenden Umgang mit Alarmzeichen haben alle in der Branche internalisiert.

„Du brauchst kein Team, du brauchst keine Struktur, du brauchst niemanden. Das ist großartig und birgt viele Chancen in sich, es ist aber auch unheimlich gefährlich.”

Und ist es normal?

Rosana Corbacho: Nein, natürlich nicht. Normal ist auch nicht, dass man da allein durchmuss. Bist du Arzt oder Psychologin, hast du ein Board, du hast Versicherungen, du hast Regeln, die dich schützen, du hast eine Lobby, die dich stärkt und für dich da ist. In der Musik ist das anders: Weil es Kunst ist und weil es auch nur ein Hobby sein kann, gibt es nicht so viel Gemeinsames. Es gibt kaum Lobbys, und weil es diesen Wettbewerb gibt, gibt es nicht so viel Einheit. Was ich überall auf der Welt sehe, ist, dass es in der Branche als weit wichtiger angesehen wird, wettbewerbsfähig zu sein als sich mit jemandem zu verbinden. Lobbys zu gründen. Verbindungen einzugehen ist alles Extraarbeit. Heute lässt sich Unglaubliches aus deinem Zimmer heraus erschaffen. Du brauchst kein Team, du brauchst keine Struktur, du brauchst niemanden. Das ist großartig und birgt viele Chancen in sich, es ist aber auch unheimlich gefährlich.

In welchem Stadium befinden sich die Leute, wenn sie zu Ihnen kommen und Ihre Hilfe suchen? Stehen sie da eher am Anfang ihrer Probleme oder ist es zu einem eher späten Zeitpunkt, wenn die Probleme bereits fortgeschritten sind und Hilfestellung ungleich schwerer ist?

Rosana Corbacho: Das ist eine gute Frage. Als ich in meiner Praxis begann, hatte ich meistens Klienten, die schon ganz unten angekommen waren. Das waren oft sehr schwierige Probleme, und wir mussten auch oft eine Psychiaterin hinzuziehen und manchmal auch mit Medikamenten arbeiten. Und ich biete seit jeher auch Therapie für Bands an, und Bands kommen meistens erst, wenn sie sich schon eine ganze Weile in verschiedene Richtungen entwickelt haben.

Wie in der Paartherapie, wo der weitaus überwiegende Teil, habe ich mir sagen lassen, zu spät kommt, und die Therapie dann eher zu einer „Sterbebegleitung“ wird.?

Rosana Corbacho: Ja, da geht es dann oft eher darum, gemeinsam zu einem guten Ende zu kommen. Was ich allerdings seit ein paar Jahren beobachte ist, dass die Patient:innen viel früher kommen. Das hat mit der Pandemie angefangen, wo auch wirklich bekannte, große und erfolgreiche Artists plötzlich Probleme bekamen.

Eine positive Veränderung also?

Rosana Corbacho: Ja, sie kommen viel schneller, als wir das gewohnt waren. Und was ich auch immer sehe, ist Stress und Ungewissheit. Ich denke, das sind die zwei Dinge, die alle Musiker:innen, die zu mir kommen, eint: Stress und Ungewissheit.

Viele Selbständige denken, sie müssten jeden Job annehmen. Denn wer weiß schon, ob man, wenn man absagt, jemals eine zweite Chance bekommt. Wie setzt man erfolgreich Grenzen?

Rosana Corbacho: Ein häufiger Fehler, den viele machen, wenn wir über Grenzen sprechen, ist, dass sie lernen wollen, wie sie Grenzen anderen gegenüber setzen. Der erste Schritt ist aber, wie und wann du deine Grenzen bei dir selbst bemerkst und wie du dich zu deinen eigenen Grenzen verhältst. Ich würde immer da anfangen, wo du Stress in deinem Körper bemerkst. In allen Workshops, in allen Konferenzen, die über Stress und Grenzen sprechen, sollte es anfangs darum gehen, wann der eigene Körper wie Alarm schlägt. Und das ist bei jedem einzelnen sehr individuell. Und wenn du den Stress bemerkst, was machst du dann damit?

Die Dinge, die ich tue, wenn meine Körpermechanismen einsetzen, sind das, was mich über die Grenze bugsiert. Etwas sehr Interessantes, was ich letztes Jahr bei Workshops beobachtet habe ist: Viele sagen, dass sie mehr essen, trinken, prokrastinieren, verbotene Substanzen zuführen, dem unheilbaren Scrollen verfallen. Aber keiner von ihnen sagt, dass er dann, wenn sich Stress bemerkbar macht, noch mehr arbeitet. Dabei machen das fast alle. Es für mich sehr interessant zu sehen, wie wenig sich die meisten darüber bewusst sind.

Beim Touren ist es so: Auf Reisen ist das ein verrückter Stress. Aber wenn die Leute dann zu Hause sind, zwischen einer Tour und der anderen, sind sie auch sehr nervös, weil sie nicht wissen, ob sie für das nächste Mal angerufen werden. Gehirn und Nervensystem kommen so nie zur Ruhe.

Ich erinnere mich an Ihren Workshop beim Waves-Festival. Trotzdem die Location nicht perfekt war – es war laut und unpersönlich – haben Sie es geschafft, dass die Teilnehmer:innen sich öffneten. Welche Fähigkeiten braucht man, um die Leute zu motivieren, über ihre inneren Probleme zu sprechen?

Bild Rosana Corbacho
Rosana Corbacho © Pablo Gallardo

Rosana Corbacho: Das bin ich noch nie gefragt worden. Ich glaube: Musiker:innen sind an diese Situation gewöhnt. Wenn sie zu einem Venue kommen, ist dort auch oft vieles nicht perfekt. Der Sound ist nicht gut, der Soundtechniker ist nicht deiner, kennt die Eigenheiten deiner Musik nicht, das Publikum ist unaufmerksam. Sie sind also mit dieser Situation vertraut. Wichtiger als der Ort ist, dass ich ihnen das Gefühl gebe, mich um ihre Grenzen zu kümmern, damit sie sich sicher fühlen. Meine Intention ist, gemeinsam einen Safe Space zu erschaffen.

Oft haben wir Leute, die zu viel teilen oder jemand weint. Ich bin immer bereit, drauf einzugehen. Ohne jede Angst. Ich stehe für jede Situation zur Verfügung. Ich biete viele verschiedene Möglichkeiten an: Sie können sich ausschütten, zuhören, sie können in einen Dialog treten, ich kann meditieren. Sie können sich mit ihrem inneren Besten verbinden.

Ich halte keinen Frontalunterricht. Ich möchte, dass die Teilnehmer:innen fühlen. Ich trete in Verbindung mit dem, was sie erfahren und teilen. Ich will nicht klug klingen, ich will, dass jeder fühlt, was er fühlt: Also gebe ich und vertraue. Ich mag Menschen. Vielleicht ist das das Wichtigste.

Wie wichtig ist das Label eines solchen Workshops? Wir waren mit unserem Label “Mental Health” nicht glücklich. Sie haben einen Ihrer Workshops dem “Wellbeing” gewidmet. Ist “Mental Health” abschreckend, weil es impliziert, dass die Teilnehmer:innen ein Problem mit ihrer mentalen Gesundheit haben, während Wellbeing für jene ist, die sich gut fühlen wollen? Ist das Unverbindliche besser, weil weniger heikel?

Rosana Corbacho: Das ist extrem wichtig. Und es ist wichtig, den Kontext zu analysieren. Wenn du Promotoren und Networker hast, wollen die nicht über ihre Verletzlichkeit sprechen. Dien wollen auch nicht preisgeben, was sie als Kinder erlebt haben. Musiker:innen wollen auch nicht über ihr Lampenfieber sprechen. Sie wollen sich von ihrer besten Seite zeigen.

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal vor der National Promotors Association gesprochen. Da ist es wichtig, dass du nicht den ersten Slot hast, denn die waren am Vortag lange aus, hatten Dinner und danach Gespräche. Und im Titel darf nichts über Psychologie vorkommen. Der Titel, den ich gewählt habe, war: “Stress, Productivity and Growth”. Wenn wir impliziert hätten, dass es um etwas geht, was die Leute falsch gemacht haben, wäre der Raum leer gewesen. der Raum war aber voll, und wir haben über Werte und Bedeutung gesprochen. Man muss sich mit dem Publikum beschäftigen. Wer sind sie? Was sind ihre größten Probleme? Wenn du mit Musiker:innen zu tun hast, würde ich mehr auf Kreativität fokussieren. Wie sieht es mit deiner Kreativität oder deiner Bühnenpräsenz aus? Es geht darum, eine Verbindung herzustellen. Ich bin inspiriert, ich bin kreativ, aber irgendwas steht mir im Weg. Den Fokus immer darauflegen, wovon du mehr haben willst, was du in die Musik einbringen willst. Bei CEOs würde ich etwas über Produktivität in den Titel nehmen und erzählen, wie teuer es ist, wenn man Leute wegen Burn Out verliert und wie clever, rechtzeitig gegenzulenken: Bei Musiker:innen ist es wichtig über Kreativität zu reden.

Wenn wir abschließend in größeren Kategorien denken: Was müsste sich ändern, damit Musiker:innen oder in der Musikbranche Arbeitende nicht ausbrennen?

Rosana Corbacho: Die einzige Möglichkeit, um Druck auf Regierungen und Gesetzgebung auszuüben, ist möglichst viele Forschungsergebnisse darüber zu erzielen, was Musik mit uns macht, welchen Wert und welche Bedeutung sie einnimmt, was Musiker:innen und Musik der Gesellschaft bringen. Derzeit gilt Musik als etwas Nettes, ein Extra. Sie ist nicht im Zentrum der Dinge. Wir brauchen Infos über die Vorteile, die sich aus der Musik ergeben, Infos über Bedeutung und Wichtigkeit. Und wir brauchen mehr öffentliche Plätze, an denen sich Musik erfahren lässt. Das wäre heilsam für die ganze Welt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Markus Deisenberger

++++

Links:
M.I. Therapy (Facebook)
M.I. Therapy (Instagram)