Das war das EUROPAVOX PROJECT VIENNA 2016

Zum zehnjährigen Jubiläum des Europavox-Festivals im französischen Clermont-Ferrand expandiert das Format heuer in sechs weitere europäische Städte. Das über die Landesgrenzen hinaus bekannte Showcase-Festival aus Frankreich gastierte am Freitag, den 4. November als EUROPAVOX PROJECT VIENNA 2016 erstmals im WUK. Bei der ausverkauften Debüt-Ausgabe des Wiener Satellitenfestivals stellten die STEAMING SATELLITES (AT), OLIVIER HEIM (PL) und GIUNGLA (IT) die musikalische Vielfalt in Kontinentaleuropa unter Beweis.

„Wir sind begeistert, dass das Europavox Project schon im ersten Jahr beim Wiener Publikum so gut angekommen ist. Der Erfolg ist für uns ein deutliches Zeichen, in den kommenden Jahren noch stärker auf eine europaweite Vernetzung zu setzen“, so Hannes Cistota, Leiter des WUK-Musikprogramms und Mitinitiator des Projekts. Vincent Abbrederis, Geschäftsleiter des Kultur- und Verwaltungsbereichs, ergänzt: „Als eines der größten unabhängigen Kulturzentren Europas ist das WUK stolzer Partner des Europavox Projects. Diese internationale Kooperation passt ideal zur Vision unseres Hauses.“

Als Europavox-Veteranen waren die Steaming Satellites die logischen und verdienten Headliner des Abends. Die Salzburger waren schon im Vorjahr in Clermont-Ferrand eingeladen und konnten so bereits vom Europavox-Netzwerk profitieren. In Wien lieferten sie eine ihrer legendär-elektrisierenden Shows und stellten neues, noch unveröffentlichtes Material vor. Davor wurde das Publikum von Olivier Heim (PL) aufgewärmt, der mit seinen Tame-Impala-esken Soundteppichen begeisterte. Die Eröffnung des Abends bestritt die Italienerin GIUNGLA. Mit ihrem energetischen Gitarrensolo mitten im Publikum legte sie die Latte für die folgenden Konzerte hoch.

Vom Creative Europe Programme der EU gefördert, erstrecken sich die Aktivitäten des Europavox Projects von den jährlich stattfindendenden Festival-Ablegern über einen weitreichenden, andauernden Online-Austausch bis hin zu Vernetzungstreffen der Projektpartner aus Frankreich, Italien, Kroatien, Litauen, Griechenland, Belgien und Österreich. So fand im Vorfeld des Europavox Project Vienna 2016 ein informelles, vom Musikinformationszentrum mica unterstütztes Get-Together statt, das von Protagonistinnen und Protagonisten der österreichischen Musik-, Medien- und Startup-Szenen sowie von internationalen Gästen erfreut aufgenommen wurde. Die Europavox-Koordinatorin Katia Clot zieht Bilanz: „It was a pleasure meeting Austrian professionals and seeing the Europavox Project come to life in Vienna. We look forward to establishing the format in the coming years and to further strengthening this collaboration.“

Die Initiative trägt bereits erste Früchte: Die österreichischen Elektronik-Haudegen Ogris Debris sind von 16. bis 17. Dezember im belgischen Le Botanique zum Europavox Project Brussels 2016 eingeladen.