Das femous orchestra konzertiert im Wiener Kosmostheater

Mit einem echten Highlight finden die aktuell im Wiener Kosmostheater stattfindenden WORTinTONation – Musikwochen am 16. April ihren Abschluss. Zu Gast ist mit dem femous orchestra eine Formation, auf welche die Zuschreibungen außergewöhnlich, hochinteressant, spannend, vielschichtig, innovativ, politisch und feministisch mehr als zutreffend erscheinen. Vor wenigen Wochen anlässlich des hundertsten internationalen Frauentags gegründet, versammelt das genreübergreifende Orchester eine Vielzahl herausragender und in Österreich werkender Künstlerinnen mit dem Ziel, auf die bedeutende Stellung und das schöpferische Potential der Frauen in der Musik hinzuweisen.

Irgendwelche stilistischen Grenzen kennen die beim femous orchestra beteiligten Künstlerinnen absolut keine. Erlaubt und gewünscht ist hier so ziemlich alles, was der musikalischen Vielfalt und Qualität dienlich ist. Das Orchester ist ein Ort, an dem das Wort „genreübergreifend“ schlicht einer vollkommen neuen Bedeutungsebene zugeführt wird. Weltmusik trifft auf Jazz auf Elektronik, auf Pop, auf Improvisation, auf Visual- und Performancekunst. Wie das alles zusammenpasst? Vortrefflich. Was auch daher rührt, dass hier durch die Bank Musikerinnen, Komponistinnen und andere Künstlerinnen am Werken sind, denen herkömmliche Begrifflichkeiten und Konventionen ohnehin nicht wichtig sind, die sich in ihren eigenen Projekten allesamt, stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen befinden. Nun eine solche stellt das femous orchestra allemal dar.

In diesem außergewöhnlichen Klangkörper finden keinerlei hierarchischen Orchesterkonzeptionen Anwendung, vielmehr geht es darum, sich künstlerische Freiheiten und die kreative Kraft der Diversität zu bewahren. Zu dem mehr als 60 Künstlerinnen umfassenden und fluktuierenden femous orchestra-Pool zählen unter anderem Mia Zabelka, Celia Mara, Christina Zurbruegg, Ljubjinka Jokic, Chra, Ingrid Oberkanins, Viola Falb, Sophie Hassfurter, Maria Augustin, Margarethe Deppe, DJ’s, Visualistinnen und Elektronikerinnen aus dem female:pressure Pool und viele, viele mehr.

Was darf man von solch einer Konstellation erwarten? Mit Sicherheit etwas, was man in dieser Form wohl nur selten zu hören bekommt, einen musikalischen Dialog, der nur so vor Spielwitz strotzt und stets mit Überraschungen und verspielten Wendungen aufwartet, der einfach nur Spaß macht. Den Musikerinnen gleichermaßen wie dem Publikum.(mt)