Vom 8. bis 11. April 2026 wird Budapest zum internationalen Treffpunkt für jene, die die Zukunft der Kunstmusik nicht nur diskutieren, sondern aktiv mitgestalten wollen. Classical:NEXT kehrt zurück – als Showcase-Festival, Denkraum und Marktplatz für Ideen, an dem sich ästhetische Neugier, technologische Innovation und gesellschaftliche Relevanz auf Augenhöhe begegnen.
Das Showcase Festival versammelt Künstler:innen und Ensembles aus aller Welt, die Grenzen verschieben und Hörgewohnheiten hinterfragen. In kurzen, dichten Konzertformaten – von Daytime- und Evening-Showcases über Club-Formate bis hin zu Performances im Rahmen der Innovation Awards – eröffnet sich ein Panorama aktueller Strömungen der zeitgenössischen Musik. Kaum ein anderes Festival bietet die Möglichkeit, innerhalb weniger Tage so viele künstlerische Positionen, Produktionsweisen und Visionen kennenzulernen – und dabei unmittelbar ins Gespräch zu kommen.
Ein besonderes Augenmerk liegt 2026 auf Project Pitches und Showcase-Auftritten, die den Schritt von der reinen Rezeption hin zur aktiven Teilhabe des Publikums vollziehen. Technologie, Raum und Erzählung werden neu gedacht, kulturelle Identität, soziale Verantwortung und Diversität rücken ins Zentrum. Dass diese Impulse nicht abstrakt bleiben, zeigen die ausgewählten Projekte eindrucksvoll – darunter auch drei Produktionen mit österreichischer Beteiligung, die die Vielfalt und internationale Vernetzung der heimischen Szene sichtbar machen.

Mit „Narcomancy“ präsentiert Nimikry ein Werk an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung und High-End-Technologie. Virtuose Instrumentalkunst trifft auf digitale Innovation – ein offenes System, das sich wandelt, reagiert und neue klangliche Räume erschließt.
Das Duo Golnar Shahyar & Atena Eshtiaghi öffnet mit „Reflective Hold“ einen intimen Resonanzraum zwischen iranischer Kunstliedtradition, Poesie und zeitgenössischem Ausdruck – eine fragile, zugleich kraftvolle musikalische Geste von Widerstand und Hoffnung.
Mit der „LIMBO Sonata“ von Chloé Charody Creations schließlich verschmelzen Akrobatik, Violine und Komposition zu einer radikal interdisziplinären Form von Zirkusoper, die Körper, Klang und Dramaturgie neu zusammendenkt.
Classical:NEXT 2026 ist damit weit mehr als ein Festival: Es ist eine hervorragende Gelegenheit, sich international zu präsentieren, Netzwerke zu knüpfen und Teil eines Diskurses zu werden, der Kunstmusik als lebendige, gesellschaftlich wirksame Praxis begreift. Budapest wird im April zum Resonanzraum für das, was kommt.
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